Roland SPD-SX SE (Special Edition) Test

Als Drummer ist man heutzutage mit vielen Aufgaben konfrontiert: Zum einen muss man die Band musikalisch zusammenhalten, aber oft heißt es auch, „kannste da nicht mal schnell so’n Handclap- (oder ‘nen anderen lustigen) Sound raushauen?“, oder es sollen – bei professionelleren Bands oder Projekten – fette Drumsounds oder sonstige Samples, die in einer Produktion verwendet wurden, bei der Live-Umsetzung nicht fehlen. Anders als bei anderen Instrumenten ist dies für den klassischen, also akustischen Drummer nur mit einem Extra an elektronischer Hilfe zu bewerkstelligen. Die Möglichkeiten, die der Markt für diesen Zweck hergibt, sind recht vielfältig, dennoch sticht seit Jahren ein Gerät besonders hervor: Das Roland SPD-SX Multipad. Schaut man genau hin, ist es sehr oft genau dieses Gerät, welches auf den Bühnen dieser Welt auszumachen ist. 

Roland_SPDSX_SE
Roland_SPDSX_SE


Zu erwerben seit 2012, hat das SPD-SX also bereits sechs erfolgreiche Jahre hinter sich, neben dem eben angedeuteten Basis-Feature, Sounds latenzfrei über insgesamt neun anschlagsdynamische Spielflächen zuverlässig abzufeuern, ist es neben den drei Multieffekten vor allem seine einfach zu bedienende Sampling-Funktion, die für den Erfolg dieses Percussion Controllers verantwortlich ist. Nun ist mit dem Roland SPD-SX SE eine „Special Edition“ des modernen Klassikers erschienen, in auffälligem Rot gestaltet und ausgestattet mit einem Speicher von satten 16 Gigabyte. Alles andere am Gerät ist – abgesehen vom Preis – gleich geblieben. In diesem bonedo-Test werfen wir also noch einmal einen Blick auf diese spezielle Ausgabe des erfolgreichen elektronischen Helferleins – ich pack mal aus…

Details

Im schlichten Pappkarton finden sich neben dem gut geschützten Sampling Pad noch ein Netzteil und eine englische Gebrauchsanweisung, außerdem eine CD-ROM, welche eine mehrsprachige Anleitung, die Samples der vorgeladenen Preset Kits sowie die „Wave-Manager“-Software beinhaltet, mit deren Hilfe man Sounds via Computer auf das Gerät laden kann. Weiterhin gehört nun auch eine Lizenz von Ableton Live Lite zum Lieferumfang. Der Controller selbst ist, wie bereits erwähnt, in Rot gehalten und hat, obwohl aus Plastik gebaut, einen leicht metallenen Schimmer. Die bekannten neun Schlagflächen sind unterteilt in zwei mal drei quadratische Pads sowie drei oben liegende, kleinere „Wulst“-Flächen, die am besten mit der Stockschulter anzuschlagen sind. Alle neun Pads haben ein rotes Trigger- bzw Play-Indikator-Licht, die sechs Quadrate sind durch rote Unterteilungs-Streifen, die im Dunkeln allerdings nicht leuchten, voneinander abgegrenzt. Etwas nach unten abgesetzt findet sich, an der zum Spieler gelegenen Frontseite, das Bedien-Panel mit einem mittig sitzenden, 128 x 64 Pixel großen LC-Display sowie insgesamt fünf Sektionen von schwarzen Buttons und Drehknöpfen, mit denen sich die verschiedenen Funktionen des Multipads aufrufen und bedienen lassen. Neben dem Display stechen dabei vor allem die beiden Master-FX Controller ins Auge: zwei größere, schwarz-silberne Drehregler zur Steuerung der jeweils angewählten Master-Effekt Parameter im Live-Betrieb. 

Im Lieferumfang sind Netzteil, Gebrauchsanweisung und die Wave-Manager Software enthalten.
Im Lieferumfang sind Netzteil, Gebrauchsanweisung und die Wave-Manager Software enthalten.

Die Oberfläche des Panels bildet eine schwarze Kunststofffläche, in die die Regler und Knöpfe eingelassen sind und unter der das Display liegt. Auf der Rückseite finden sich alle Anschlüsse des Controllers: Ein DC 9V Netzteil-Eingang, je eine klassische MIDI In- und Out-Buchse, zwei Klinken-Eingänge für Audio-In plus Eingangslautstärken-Regler, je zwei Klinken-Eingänge für „Master Out“ und „Sub Out“, ein Kopfhörer-Ausgang sowie drei Stereobuchsen für drei (Stereo) oder sechs (Mono) zusätzliche Trigger-Verbindungen – sofern man entsprechende Y-Kabel am Start hat. Eine Erweiterung des Controllers mit weiteren Trigger-Pads ist also kein Problem. Zum Anschließen des SPD-SX SE an einen Computer steht eine quadratische USB-Buchse (Variante B) zur Verfügung, sowie – zum Anschluss eines USB Memory-Sticks – eine weitere Buchse für einen flachen USB-Stecker (Variante A).

Fotostrecke: 5 Bilder Das Sampling Pad lässt sich auf einem Snare-Ständer positionieren…

Als Zubehör zur Befestigung im Setup ist aus dem Hause Roland eine Multiklemme (APC-33) mit passender Bodenplatte zu bekommen, die mit € 69.- aber nicht ganz billig ist. Ich werde das gute Stück nun alternativ einfach auf einem Snare-Ständer in Betrieb nehmen. Auf in die Praxis.

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