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The Usual Suspects 88EmuPlayer: Roland Sound Canvas for Free

The Usual Suspects veröffentlichten den kostenlosen 88EmuPlayer, bei dem es sich um eine Software-Emulation der Roland Sound Canvas Module handelt. 

The Usual Suspects 88EmuPlayer(Bildquelle: Sven Rosswog)
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Die 88EmuPlayer Standalone-Version

Wie wir vor einigen Tagen bereits angekündigt haben, arbeitet The Usual Suspects derzeit an einer Software-Version des Roland Sound Canvas. Nun wurde der 88EmuPlayer veröffentlicht und ist kostenlos für alle erhältlich. Vorerst steht die Software allerdings ausschließlich als Standalone-Version zur Verfügung. Eine Plugin-Version wird folgen.

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Wo findet man den 88EmuPlayer?

Der 88EmuPlayer ist für Windows, Linux und Mac erhältlich und kann von der The Usual Suspects Website heruntergeladen werden.

Wie arbeitet man mit der 88EmuPlayer Standalone Version?

Vom 88EmuPlayer gibt es derzeit nur eine Standalone-Version. Trotzdem lässt er sich mit einer DAW verwenden. Über die MIDI- und Audio-Einstellungen kann die Software mit einer DAW kommunizieren. So lassen sich MIDI-Daten aus der DAW an den 88EmuPlayer schicken und die erzeugten Sounds anschließend wieder als Audiosignal in der DAW aufnehmen. Zusätzlich verfügt die Software über eine Funktion zum direkten Aufnehmen als WAV-Datei. Auch das Laden von MIDI-Files ist möglich. Natürlich kann man den 88EmuPlayer auch mit einem MIDI-Keyboard ansteuern.

The Usual Suspects 88EmuPlayer Einstellungen (Bildquelle: Sven Rosswog)

Was kann der 88EmuPlayer?

Der 88EmuPlayer ist eine Emulation des Roland Sound Canvas Moduls. Entsprechend überschaubar fallen die Bearbeitungsmöglichkeiten aus. Der Rompler verfügt über 128 Sounds, die über 16 MIDI-Kanäle angesteuert werden können. Die Instrumente folgen dabei der General-MIDI-Zuordnung und sind dadurch für die Wiedergabe entsprechender MIDI-Files ausgelegt. Pro Sound lassen sich die Parameter Panorama, Reverb, Chorus, Key-Shift und Lautstärke verändern.

The Usual Suspects 88EmuPlayer kommuniziert Logic Pro (Bildquelle: Sven Rosswog)
88EmuPlayerStandalone kommuniziert Logic Pro (Bildquelle: Sven Rosswog)

Wie klingt der 88EmuPlayer?

Klanglich orientiert sich der 88EmuPlayer an den Sound Canvas Modulen der 1990er-Jahre. Die Sounds vermitteln entsprechend den typischen Charakter dieser frühen PC-Musikära. Die Strings, Chöre und der Orchestra Hit erinnern an Tracks wie „Das Boot“ von U96 oder „The First Rebirth“ von Jones & Stephenson. Ich sage nicht, dass die Künstler diese Tools verwendet haben, aber die Soundästhetik erinnert daran.

88EmuPlayer Standalone Einstellungen in Logic Pro (Bildquelle: Sven Rosswog)
88EmuPlayer Standalone Einstellungen in Logic Pro (Bildquelle: Sven Rosswog)

Was gilt es bei der Nutzung des 88EmuPlayer zu beachten?

Eine Roland Sound Canvas Firmware ist notwendig, um den Plug-in Töne zu entlocken. Diese muss separat beschafft werden. Es gibt Websites, auf denen die Firmware von Synthesizern gesammelt wird. Teilweise findet man sie auch bei den Herstellern. Wer sich zum Thema auf dem DSP5633 Community Discord-Server austauscht, sollte beachten, dass dort ausdrücklich nicht nach Firmware oder Bezugsquellen dafür gefragt werden darf.

Was ist Roland Sound Canvas?

Roland Sound Canvas SC-55mk II (Bildquelle: LGR Youtube Video)

Die Roland Sound Canvas Seriegehört zu den wichtigsten Soundmodulen der frühen PC-Musikgeschichte und prägte insbesondere den Klang zahlreicher Computerspiele der 1990er-Jahre. Der General MIDI Standard erlaubt eine einheitlichere Zuordnung von Instrumenten und ermöglichte, dass MIDI-Kompositionen auf unterschiedlichen kompatiblen Geräten vergleichbar wiedergegeben werden konnten.

Roland stellte den SC-55 1991 als Nachfolger des MT-32 vor. Das Modul wurde über MIDI vom Computer angesteuert und entwickelte sich schnell zu einer beliebten Lösung für Anwender, die beim PC-Gaming Wert auf eine hochwertige Musikwiedergabe legten. Auch viele Komponisten und Entwickler arbeiteten selbst mit Sound Canvas Modulen. Dadurch fanden dessen charakteristische Sounds ihren Weg in zahlreiche Spiele und prägten den Klang der damaligen PC-Ära nachhaltig.

Roland baute die Produktreihe mit dem SC-55mkII, SC-88 und SC-88 Pro aus. Diese Geräte verfügen über mehr Funktionen und mehr Klänge. Mit steigender Rechenleistung verlagerte sich die Klangerzeugung schließlich zunehmend vom externen Soundmodul auf den Computer.

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