Das Dixon Little Roomer hat sich in unserem 2024er Test als eigenständiges Immer-Dabei-Schlagzeug entpuppt. Heute checken wir das Roomer Select, die etwas gediegener ausschauende Variante. Ob sich der Aufpreis lohnt, erfahrt ihr hier.

- runde und fette Sounds
- guter Stimmumfang
- sehr gut zum Aufnehmen geeignet
- gediegene Optik
- sehr gute Schlagfelle
- eher einfache Anbauteile
- rudimentäre Tomhalterung
- den schwergängigen Stimmschrauben fehlen Nylon-Unterlegscheiben
Aufwendiges Finish, Holzspannreifen und ein bewährter Kessel
Das Little Roomer Select ist kein komplett neues Produkt, allerdings ist die „Heirloom Grey“-Optik unseres Testsets ein Neuzugang im Dixon-Sortiment. Dabei handelt es sich um ein zweigeteiltes Finish, bestehend aus Furnier und matter Lackierung, das sich jeweils auch über die Spannreifen hinaus erstreckt. So etwas sieht man sicher nicht alle Tage, und schon gar nicht in der Preisklasse deutlich unter 1000 Euro.

Eine weitere Besonderheit sind die Holzspannreifen: alle Trommeln sind mit Klauen im „Bassdrum-Style“ versehen. Bei den Toms gibt es jeweils sechs Einzel-Spannböckchen pro Seite, die Bassdrum ist mit acht sogenannten Center-Lugs versehen und hat extra lange Stimmschrauben.
Nichts verändert hat sich unter der Haube, die Kessel bestehen weiterhin aus 7.2 Millimeter starken Mahagonikesseln, die mit vollständig verrundeter Gratung für eine satte Fellauflage sorgen. Apropos Felle, hier gibt es beim Little Roomer Select ein Upgrade: zumindest die Schlagfelle sind Markenware aus dem Hause Evans. Klare G2s finden sich auf den Toms, für die Bassdrum gibt es ein Emad Clear im Lieferumfang. Die Reso-Felle sind einlagige Modelle mit Dixon-Logo, die aber absolut ihren Job machen.

Die Hardware und Beschlagteile fallen eher einfach aus
Schon aus dem ersten Test kenne ich das Rohr für die Bassdrum-Halterung, an diesem wird der ebenfalls im Lieferumfang enthaltene Halter im Multiklammer-Stil befestigt. Diesen muss man allerdings recht kräftig anziehen, damit im Eifer des Gefechts nichts verrutscht. Hier wäre ein amtlicher Tomhalter mit Kugelgelenk deutlich praxisnaher. Laut dem deutschen Dixon-Vertrieb gibt es hier aber bald ein Update / eine alternative Befestigungsmöglichkeit. Auch etwas Stirnrunzeln verursachen die nicht besonders geschmeidig laufenden Stimmschrauben. Besonders das 12“ Tom brauchte dazu deutlich mehr Zuwendung beim Feinstimmen, hier wären Unterlegscheiben aus Kunststoff dringend angeraten. Mehr zum Stimmumfang gibt es später im Praxisteil.
Die Bassdrum kommt mit den beiden, ebenfalls vom Basismodell bekannten Bassdrum-Füßen in Haus. Die Höhe der Trommel wird hier ganz einfach über den Neigungswinkel der Beine angepasst, zur Absicherung der Trommel auf dem Teppich lassen sich Dornen aus den Enden herausdrehen.
Was gibt es an Zubehör zum Little Roomer Select?
Um es kurz zu machen, recht wenig. Außer den Beinen für das Standtom und Bassdrum, sowie die eben erwähnte Halterung, gehört zum Lieferumfang noch der Dixon Drummer Pouch mit einem Stimmschlüssel. Ich hätte mir noch einen Kratzschutz für den so schick furnierten Bassdrum-Spannreifen gewünscht.




























