Das SSL UMD192 ist ein rein digitales Audio-Interface mit einer außerordentlich hohen Kanalanzahl. Neben der USB-C/3.0 Verbindung stehen koaxiales MADI sowie Dante (AoIP) zur Verfügung, sodass es auch zum Converter oder Bridge zwischen Audio-Netzwerken wird.

- extrem hoher Channel-Count bis 192 I/Os @ 96 kHz
- flexibles Routing zwischen USB3, Dante und MADI
- redundante Dante- und MADI-Strukturen möglich
- kein internes Mixing / DSP
- kein Switched-Mode
128 Channels mit 192 kHz max.
Das SSL UMD192 Audio-Interface ist digital und üppig ausgestattet: wie der Name verspricht bietet es 192 Ein- und Ausgänge. Und das bis zu einer Samplerate von 96 kHz, darüber sind es aber auch noch 128 Kanäle. USB, MADI, Dante – abgekürzt UMD, schon klar. Darf ich vorstellen: das SSL UMD192.

Die Dante-Schnittstelle arbeitet ohne Einschränkungen und unterstützt neben AES67 und ST 2110 auch DDM. Netzwerklatenzen lassen sich zwischen 0,25 und 5 ms wählen, das Samplerate-Angebot umfasst die Standards, auf kinomäßigen Pull-Up muss man verzichten. Die PCM-Übertragung erfolgt in 24 oder 32 Bit, das Clocking über MADI oder Dante.
Plug´n Play ohne Treiber und Software
Eine Word-Clock-Schnittstelle fehlt, Clock-Parameter lassen sich auch nicht über USB ändern. Das wird auf Wunsch von Audionate geschehen sein sicherlich ein technischer Kompromiss zugunsten des softwareunabhängigen Betriebes sein: abgesehen vom Windows-Treibern arbeitet das Interface class-compliant und kommt ohne weitere Software aus.

Routing und Setup erfolgen allein am Gerät über neun Presets, die Szenarien wie Dante-zu-MADI, USB-zu-Dante oder kombinierte Setups abbilden. Die Statusanzeige meldet sich über ein Frontpanel-Display mit Symbolen wie grünen Bögen für aktive Verbindungen. Für Routings auf Kanalebene wird der Dante Controller im Netzwerk genutzt. Einen Monitor-Mixer in dem Sinne gibt es nicht.

Anschlüsse vorn und hinten
Das kompakte 9,5-Zoll-/1HE-Gehäuse des SSL UMD192 lässt sich problemlos in ein Rack integrieren. Die Stromversorgung erfolgt über das interne Netzteil mit IEC/Kaltgeräte-Kabel oder alternativ bzw. redundant per PoE über den Dante Primary auf der Rückseite.

Die gesamten Anschlüsse verteilen sich auf Vorder- und Rückseite auf, darunter zwei Primary- und zwei Secondary-Ports für Dante – allerdings ohne Switched-Funktion. Für das umfangreiche, koaxiale MADI stehen auf der Front und Rückseite insgesamt zwölf BNCs bereit, die in Summe dann drei redundante I/O-Verbindungen mit bis zu 3*64=192 Kanälen ergeben.






























