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So findest du auch online den perfekten Drumstick: Der Thomann Woodpicker 

Drumsticks online kaufen? Da winken erfahrene Trommler ab. Der optimale Stock sollte im Laden ausprobiert werden, am besten direkt an einem Pad. Anders sei kein Gefühl für die richtige Dicke, Gewichtsverteilung und die Oberfläche zu bekommen. Das ist was dran, in Zeiten des allgegenwärtigen Einkaufens im Netz erscheint diese Methode für viele jedoch etwas antiquiert. Außerdem ist vielleicht gar kein Drumladen in der Nähe oder die anvisierten Stöcke sind nicht vorrätig. Viele bestellen ihre Drumsticks also online und sind dann entweder sehr zufrieden oder probieren bei späteren Bestellungen etwas anderes aus. Gerne werden auch kleine Gruppen von ähnlichen Stöcken bestellt, das beste Modell wird dann nochmal geordert. 

Thomann Woodpicker
Bildquelle: Musikhaus Thomann

Dass es auch einen anderen Weg geben kann, zeigt das Musikhaus Thomann mit dem Woodpicker. Genau wie der Specht (englisch Woodpecker) sucht dieses Online-Tool das optimale Holz für euch heraus. Statt eines Schnabels kommt dafür jedoch eine moderne Datenbank zum Einsatz, die sämtliche Parameter von hunderten Stockpaaren beinhaltet. Wie der Woodpicker genau arbeitet, sehen wir uns jetzt mal genauer an. 

Wie funktioniert der Woodpicker?

Die meisten Drummer lassen ihr Gefühl entscheiden, welcher Drumstick ihnen gefällt, die Wahl ist also ziemlich intuitiv und führt auch meistens zu guten Ergebnissen. Hinter dem „dieser Stick passt super“-Gefühl stecken allerdings ganz klare Faktoren. Und genau die sind auch die Basis für den Woodpicker. Insgesamt elf Parameter zur Stockauswahl legt das System zugrunde. Die wichtigsten davon sehen wir uns jetzt mal an. Wenn ihr euch vorab schon richtig fundiert mit dem Thema beschäftigen möchtet, solltet ihr auch diesen Artikel auf jeden Fall lesen. 

5A Sticks aus Hickory zählen zu den Standardmodellen und sind nicht nur für Einsteiger eine gute Empfehlung.
5A Sticks aus Hickory zählen zu den Standardmodellen und sind nicht nur für Einsteiger eine gute Empfehlung.

Der wichtigste Faktor ist die Größe des Drumsticks

Parameter Nummer Eins bei Trommelstöcken ist die allgemeine Größe. Wenn ihr schon ein bisschen Erfahrung mit dem Thema habt, sind euch die Bezeichnungen 7A, 5A, 5B, 2B sicherlich schon einmal begegnet. Es gibt sie bei allen Herstellern, aber Vorsicht, es handelt sich nicht um normierte Bezeichnungen. Ein 5A wird bei allen Marken einen Stock mittleren Gewichts, mittlerer Länge und ausgewogener Gewichtung beschreiben, die Details weichen jedoch voneinander ab. Mit dem Klicken auf die Schaltflächen im Woodpicker bekommt ihr direkt alle Modelle des jeweiligen Typs angezeigt. Ihr könnt auch gleich einen Blick auf die anderen Parameter darunter werfen, die Schieberegler zeigen euch direkt die grundsätzlichen Eigenschaften und auch die Unterschiede zwischen den Größen an. Wenn euch die Bezeichnungen noch nichts sagen, wählt ihr einfach die Größenangaben S bis XXL. 

Mit Länge, Durchmesser und Punch geht es ins Detail!

Viele dürften schon mit der Wahl der Größe zu guten Ergebnissen gelangen. 5A gelten als absolute Allrounder, 5B sind etwas dicker, während 2B für Rock und Metal maximalen Punch erzeugen. 7A gilt als Jazzgröße, eignet sich aber auch für kleinere Hände. Aber was, wenn ihr schon exakte Vorstellungen davon habt, welche Länge und Dicke euch zusagen oder ob der Stock eher kopf- oder „hecklastig“ sein soll? Dann sind die ersten drei Schieberegler des Woodpickers euer Werkzeug. Die Parameter „Länge“ und „Durchmesser“ sind selbsterklärend, als Referenz kann hier wieder der 5A-Stock mit knapp über 40 Zentimetern Länge und einer Dicke von etwas mehr als 14 Millimetern gelten. Spannend wird es jedoch bei „Punch“. 

Punch meint hier die Gewichtsverteilung des Stocks. Nahezu alle Drumsticks verjüngen sich nach vorne hin. Je später diese Verjüngung einsetzt, desto schwerer wird der Stock in Richtung Spitze. Und das bedeutet, dass ihr mehr Punch erhaltet, also weniger Energie auf dem „Hinweg“ aufwenden müsst. Umgekehrt fühlt sich ein „hecklastiger“ Stick leichtfüßiger an, weil das Gewicht eher in eurer Hand liegt. Das mögen viele Drummer gerne, die ihre Dynamik kontrollieren möchten. Gleichzeitig kommt der Stock leichter wieder vom Instrument zurück. Bewegt ihr nun den „Punch“-Schieber nach rechts, werden euch unten die kopflastigeren Modelle angezeigt und umgekehrt. 

Auch Zwischengrößen und besondere Modelle wie den Meinl Hybrid 8A findet ihr im Woodpicker.
Auch Zwischengrößen und besondere Modelle wie den Meinl Hybrid 8A findet ihr im Woodpicker.

Auch Signature Sticks sind einfach zu finden

Eine Möglichkeit, sich den eigenen Schlagzeughelden anzunähern, ist der Kauf des jeweiligen Signature-Stocks. Unter „Künstler“ gebt ihr einfach den Namen ein und findet das entsprechende Modell, natürlich inklusive aller Parameter. 

„Tip“: Die Kopfform macht den Sound

Manche Drumsticks haben eine längliche Spitze, andere wiederum enden in einer kleinen Kugel, Timbalesticks kommen ganz ohne aus. Aber wie beeinflusst die Spitze des Drumsticks den Sound? Im Woodpicker stehen jeweils vier Formen zur Auswahl, einmal als Holzspitze und einmal als Nylonspitze. Die Varianten „Eichel“ und „Oval“ kommen am häufigsten vor, hier trifft ein relativ großer Bereich der Spitze auf das Instrument. Ein voller Klang mit einer ausgewogenen Mischung aus Brillanz und Druck ist das Ergebnis. Kugel- und fassförmige Spitzen erzeugen mehr Definition und einen etwas schlankeren Ton. Auch das Spielgefühl wird etwas feiner. Aus Nylon gefertigt, erzeugen die Stocktips deutlich mehr Höhen und klingen – vor allem auf Becken – aggressiver. 

Die Kopfform trägt entscheidend zum Gesamtsound bei – hier eine Auswahl an Vater Drumsticks mit Holz- und Nylonköpfen.
Die Kopfform trägt entscheidend zum Gesamtsound bei – hier eine Auswahl an Vater Drumsticks mit Holz- und Nylonköpfen.

Das Material des Drumsticks 

Mindestens so wichtig wie die anderen Parameter ist bei Schlagzeugstöcken das Material. Als Standard darf das harte und haltbare Hickoryholz gelten, aus dem die Mehrheit aller Drumsticks besteht. Wenn ihr noch keine besonderen Vorstellungen bezüglich des Materials habt, ist Hickory ein perfekter Startpunkt. Dahinter folgt mit etwas Abstand das leichtere Ahornholz (englisch Maple). Wenn euch maximale Haltbarkeit am Herzen liegt, solltet ihr es nicht wählen, denn es zerdellt und bricht schneller. Dafür entfaltet es einen runderen Klang, besonders auf Ridebecken, und absorbiert Schlagenergie besser. Dank des geringeren Gewichts kommt Maple auch für Drummer infrage, die zwar mehr in der Hand haben möchten, aber ohne das zusätzliche Gewicht.

Alle anderen aufgeführten Materialien gehören in die Kategorie „Exoten“. Mit Sticks aus Kohlenstoff oder Kunststoff-umhülltem Aluminium erreicht ihr eine große Haltbarkeit, was für harte Stile sinnvoll sein kann. Das Spielgefühl und der Klang sind allerdings nicht für alle Drummer geeignet. Dies gilt auch für besonders harte Hölzer wie Ebenholz oder Eiche. Hier hilft am Ende nur Ausprobieren, vielleicht ist am Ende ja der Orchesterstock aus Multiplex für eure Popband die perfekte Wahl. 

Auch alle gängigen Signature-Modelle finden sich im Woodpicker – hier seht ihr das Larnell Lewis Modell von ProMark.
Auch alle gängigen Signature-Modelle finden sich im Woodpicker – hier seht ihr das Larnell Lewis Modell von ProMark.

Wie lassen sich die besten Ergebnisse mit dem Woodpicker erzielen?

Vielleicht habt ihr es beim Herumspielen mit dem Tool schon gemerkt: Ein großer Vorteil des Woodpickers ist die schnelle Vergleichbarkeit der Drumsticks. Wenn ihr schon einen Stock habt, könnt ihr dessen Parameter einfach mit den Daten anderer Sticks vergleichen. Ihr mögt euren 5B, findet ihn allerdings etwas zu kopflastig? Dann klickt ihr einfach auf die 5B-Schaltfläche und schiebt den „Punch“-Regler etwas nach links. Oder ihr habt zwar große Hände und mögt dickere Stöcke, findet euren 2B aus Hickory-Holz aber zu schwer? Dann aktiviert ihr die 2B Schaltfläche und wählt unter „Body“ das leichtere Ahorn aus. Es soll außerdem ein günstiges Modell sein? „Preis“ nach links, voilà! 

Probiert es am besten selbst einmal aus. Hier findet ihr den Link zum Woodpicker: https://www.thomann.de/de/woodpicker.html

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