Robby Krieger wird 80 – die leise Kraft hinter den Doors!

Am 8. Januar feiert Robby Krieger seinen 80. Geburtstag. Als Gitarrist der Doors prägte er den Klang einer ganzen Generation. Und das nicht nur mit seinen Kompositionen, sondern auch mit seinem eigenwilligen Spiel. Wie kaum ein anderer seiner Ära verband Krieger Flamenco- und Jazz-inspirierte Elemente mit erdigem Blues zu einer einzigartigen, atmosphärischen Mischung. Grund genug, den Musiker näher zu betrachten, der mit „Light My Fire“ und „Riders on the Storm“ Musikgeschichte geschrieben hat.

80. Geburtstag Robby Krieger
Credit: Shutterstock / Brian Friedman

Robbys Kindheit

Robby Krieger wurde am 8. Januar 1946 in Los Angeles geboren. Aufgewachsen in einer musikalischen Familie zeigte Robby schon früh Interesse an Musik und wandte sich nach ersten Erfahrungen am Klavier und an der Trompete mit 17 Jahren der Gitarre zu. Kriegers frühe Einflüsse waren eine breite Mischung aus Flamenco, Blues, Jazz und Folk, aber auch klassischer Musik. Diese bunte Mixtur prägte seinen einzigartigen Stil, der Rock, Blues und Psychedelic mit spanischen und lateinamerikanischen Elementen verband. Als er Mitte der 1960er-Jahre auf den charismatischen Sänger und Dichter Jim Morrison, auf den experimentierfreudigen Keyboarder Ray Manzarek und auf den jazzbeeinflussten Drummer John Densmore traf, entstand eine musikalische Verbindung, die Rockgeschichte schreiben sollte.

Die Geburtsstunde der Doors

The Doors fanden ihren Ursprung im Sommer 1965 am Strand von Venice Beach in Kalifornien, wo sich Jim Morrison und Ray Manzarek trafen. Den Namen ihrer Band wählten sie in Anspielung auf Aldous Huxleys Essay „The Doors of Perception“, dessen Titel wiederum auf einer William-Blake-Metapher fußt. Als Morrison und Manzarek sich mit John Densmore und Robby Krieger zusammentaten, war die klassische Besetzung perfekt. 

Die ersten Auftritte in den einschlägigen Clubs von Los Angeles, wie dem London Fog oder Whisky a Go Go, wurden aufgrund ihres hohen improvisatorischen Anteils legendär und boten der Band die Möglichkeit, ihre Songs live zu testen und zu verfeinern. Bereits hier entstanden frühe Versionen von „The End“ oder „Light My Fire“. 

Credit: Pictorial Press Ltd / Alamy Stock Foto

1967 erschien das Debütalbum The Doors, das die Band quasi über Nacht berühmt machte. Die folgenden Jahre brachten eine Reihe erfolgreicher Alben und sagenumwobener Konzerte, aber auch Konflikte und Skandale rund um Morrisons Exzentrik. 

Krieger bestach bei den Doors nicht nur als Gitarrist, sondern mauserte sich schnell zu einem wichtigen Songwriter. Aus seiner Feder stammen z. B. Klassiker wie „Love Me Two Times“, „Touch Me“ und der Welthit „Light My Fire“, der häufig allein Jim Morrison zugeschrieben wird. Kriegers Soli waren nie sonderlich technisch oder „flashy“, dennoch verstand er es, eine dichte Atmosphäre und Spannung aufzubauen. Und die wiederum lieferte eine tolle Soundkulisse für Morrisons dunkle Poesie. Robby Kriegers große Leistung war dabei, Flamenco-Einflüsse – zu hören im Song „Spanish Caravan“ – aber auch Jazz- und Blues-Elemente gekonnt in einen rockigen Gesamtsound zu überführen. Schon alleine dadurch setzten sich The Doors von vielen anderen Rockbands ihrer Zeit deutlich ab.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Robby Kriegers Leben nach den Doors

Nach dem tragischen Tod Jim Morrisons im Jahr 1971 endete die klassische Doors-Ära. Die verbliebene Besetzung versuchte zwar, die Band noch weiterzuführen, doch 1973 kam es zur endgültigen Auflösung. Krieger blieb musikalisch weiterhin sehr aktiv und gründete gemeinsam mit dem ehemaligen Doors-Schlagzeuger eine neue Formation, die Butts Band. Darüber hinaus startete er eine Solokarriere und veröffentlichte mit der Robby Krieger Band mehrere Alben, in denen er mit Stilrichtungen wie Jazz-Rock, Soul, Bossa Nova und verschiedenen Rock-Subgenres experimentierte. Privat ist Krieger seit vielen Jahren mit seiner Frau Lynn Krieger verheiratet und Vater eines Sohnes. 

Credit: Storms Media Group / Alamy Stock Foto

Welches Equipment hat Robby Krieger im Laufe seiner Karriere benutzt?

Robby Krieger wird vor allem mit der Gibson SG in Verbindung gebracht, die er in unterschiedlichen Ausführungen spielte. Aber er griff auch zu anderen Gibson-Modellen wie der Les Paul, der ES-335 oder der ES-355. Oder zu einer 1958 National Town & Country, die im Video von „Break on Through (To the Other Side)“ zu sehen ist.
Als Verstärker diente ihm meist ein Fender Twin, aus dem auch viele seiner bevorzugten Effekte wie Tremolo und Hall stammten. Gelegentlich ergänzte er sein Setup zudem durch ein Cry Baby Wah sowie Fuzz-Pedale wie den Maestro MZ-1 oder den Vox Tone Bender und nutzte auch oft Bottlenecks.

Affiliate Links
Gibson SG Special Vintage Cherry
Gibson SG Special Vintage Cherry
Kundenbewertung:
(10)
Gibson SG 61 Standard Maestro VC
Gibson SG 61 Standard Maestro VC
Kundenbewertung:
(33)
Fender 65 Twin Reverb
Fender 65 Twin Reverb
Kundenbewertung:
(39)
Warm Audio Warm Bender Fuzz
Warm Audio Warm Bender Fuzz
Kundenbewertung:
(9)

Fazit und Robbys Vermächtnis

Robby Kriegers Beitrag zur Rockgeschichte fand auch offiziell Anerkennung: 1993 wurden The Doors in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen. Doch bedeutsamer als jede Ehrung ist wohl, dass sein Gitarrenspiel bis heute Musikerinnen und Musiker unterschiedlichster Genres prägt – von Rock und Alternative bis hin zu Psychedelic. Er war nie der lauteste oder auffälligste Gitarrist, dafür aber einer der einflussreichsten Klanggestalter seiner Ära. Sein Spiel stand stets im Dienste der Songs und seines Strebens, außergewöhnliche Soundscapes zu schaffen. Mit 80 Jahren kann Krieger auf ein künstlerisches Lebenswerk zurückblicken, das weit über den Mythos der Doors hinausreicht.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen
Hot or Not
?
robby_krieger_80_geburtstag_bonedo_02 Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • NUX Solid Studio MKII – The Best Budget Amp-in-a-Box? | Sound Demo
  • The NUX Solid Studio MkII sounds like THIS
  • Listen to These Pickups! Ultra Luxe 60s Strat HSS