Mooer Black Secret Test

Der Mooer Black Secret im bonedo-Test – Die Produktpalette der Micro Serie von Mooer umfasst eine große Anzahl verschiedener Overdrive- und Distortion-Pedale, die sich in der Regel an den bekannten Vorbildern und Klassikern orientieren. Und in diesem Zusammenhang darf natürlich auch die Ratte nicht fehlen, ein Distortionpedal, das in den achtziger Jahren sehr populär wurde, weil es eine amtliche Säge erzeugt, die sich per Filter-Poti entsprechend zähmen lässt.

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Der Black Secret von Mooerscheint sich diesem Ton angenommen zu haben, denn neben der Farbe ist auch die Reglerbestückung mit der Rat von ProCo identisch. Ob das tatsächlich der Fall ist, werdet ihr im folgenden Test erfahren.

Details

Gehäuse/Optik

Der Name sagt es bereits, unser Testkandidat kommt im dezent schwarzen Gewand und nimmt nicht viel Platz auf dem Pedalboard ein – der große Vorteil der Micro Serie von Mooer. Das robuste Stahlblechgehäuse misst gerade einmal 42 x 93 x 52 mm, hat aber alle Regelmöglichkeiten an Bord. Allerdings ist das lediglich ein Regler in Standardgröße, die beiden anderen sind etwas kleiner dimensioniert. Hinzu kommen ein Modus-Kippschalter und der obligatorische Fußschalter mit Status-LED. Das Pedal ist mit einer True Bypass-Schaltung ausgestattet, das Eingangssignal wird also im Bypass-Modus direkt an den Ausgang weitergeleitet, um Klangverluste zu vermeiden. Eine großflächige Gummierung sorgt für festen Stand auch auf glatten Oberflächen.  Der Haupt-Einsatzbereich wird aber fest-installiert im Pedalboard sein, denn man kann die kleinen Micro Pedale nur per Adapter versorgen, ein Batteriebetrieb ist bei dieser Größe nicht möglich, obwohl unser kleiner Kasten gerade einmal 3 mA Strom verbraucht. Den Anschluss für das Netzteil (nicht im Lieferumfang) findet man an der Front, die Buchsen für Gitarre (Input) und Amp (Output) an den Seiten. Unser Testkandidat macht einen sehr robusten Eindruck, das Teil ist für den harten Bühnengebrauch gebaut.

Fotostrecke: 5 Bilder Output des Mooer Black Secret

Bedienung

Der Zerrsound wird mit drei Reglern eingestellt, Level ist für die Endlautstärke zuständig, Distortion regelt den Verzerrungsgrad und mit Filter kann der Klang modelliert werden. Im Gegensatz zu den üblichen Tone-Reglern an Overdrive-/Distortion-Pedalen arbeitet unser Filter quasi umgekehrt, denn hier werden bei höheren Einstellungen die Höhen herausgefiltert. Dreht man den Regler weit auf, wird der Klang muffiger. Zusätzlich zu den drei Regelmöglichkeiten gibt es noch einen kleinen Schalter, der den Zerrmodus von Vintage auf Turbo umschaltet. Damit sind hier gleich zwei Rattenversionen integriert, denn Vintage erzeugt den klassischen Distortionsound und bei Turbo geht es härter zur Sache, die Turbo Rat scheint dabei Pate gestanden zu haben. Grundsätzlich ist das natürlich eine feine Sache, ein Gerät zu haben, das zwei Grundsounds, Standardregelmöglichkeiten, sehr geringe Maße und einen guten Kurs in sich vereinigen kann. Ob der kleine schwarze Kasten aber auch klanglich mithält, sehen und hören wir gleich.

Fotostrecke: 3 Bilder Der Verzerrer hat drei Regler, auch wenn es von Ferne nicht so aussieht
Kommentieren
Profilbild von Milbe

Milbe sagt:

#1 - 31.01.2017 um 09:41 Uhr

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Welcher Amp wurde denn für den Test verwendet? Und wie war er eingestellt?

Profilbild von Thomas Dill - bonedo

Thomas Dill - bonedo sagt:

#2 - 31.01.2017 um 10:52 Uhr

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Hallo Milbe,
das war ein Sovtek MIG-50H, der bei jedem Pedaltest von mir bisher mit folgender Einstellung am Werk war: Bass auf 10 Uhr, Treble, Middle, Presence auf 12 Uhr. Gain 9 Uhr und Master 15 Uhr.

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