Mackie Thrash12v2 und Thrash15v2 Test

Trotz kompakter Bauform versprechen die neue Mackie Thrash12v2 und Thrash15v2 PA-Aktivboxen in der neusten Modellversion „In your Face“-Sound. Im Vergleich zum Vorgängermodell ist neben einem optischen Facelift noch einiges an Features mit an Bord. Ein vielversprechender Aktiv-Speaker für DJs, Bands und Solokünstler, mit dem die Firma Mackie ihr bereits breit aufgestelltes Portfolio im Bereich der Full-Range-Kleinlautsprecher noch erweitert. Ob der Mackie Thrash12v2 und Thrash15v2 halten, was sie versprechen, werdet ihr in diesem Artikel erfahren.

Mackie Thrash12v2 und Thrash15v2 Test

Mackie Thrash15v2 / Thrash12v2 – das Wichtigste in Kürze

Unser Fazit:
4 / 5
Pro
  • einfache Bedienung
  • solide Verarbeitungsqualität
  • Bluetooth-Audio
  • DSP-Voicing-Modes
  • integrierter Feedback-Eliminator
Contra
  • leichtes Grundrauschen
  • nur ein analoger Eingangskanal
  • keine Standfüße auf der Seite für den liegenden Betrieb

Quickfacts Mackie Thrash15v2 / 12v2

  • Was sind Mackie Thrashv2? Aktive Fullrange-Speaker in der zweiten Generation
  • Wie viele Eingänge gibt es? Einen analogen Mic/Line-Eingang
  • Was ist das Besondere am Mackie Thrashv2? Er ist ein aufs Wesentliche reduzierter, einfach zu bedienender Aktiv-Speaker mit praktischen Features wie Bluetooth und Wireless-Pairing
  • Was sagt der Test? Mackie Thrash15v2 und Thrash12v2 sind solide Allround-Speaker, die sowohl für DJs und Party-Events als auch für Musiker und sonstige Performer interessant sind

Gerade erst frisch aus der Entwicklungsschmiede gekommen, war die Firma Mackie so nett, uns jeweils zwei der neuen Mackie Thrash-V2-Speaker in der 12-Zoll-Variante und in der 15-Zoll-Variante zum Test zur Verfügung zu stellen. Die aktiven Full-Range-Speaker verfügen über Bluetooth 5.0, Feedback-Eliminator und DSP-Processing und versprechen laut Mackie „No Nonsense“.

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Was ist im Lieferumfang Mackie Thrash15v2 und Thrash12v2?

Unsere Testkandidaten kommen in bunt bedruckter Kartonage. Im Inneren wird der Lautsprecher durch Styroporeinlagen vor Transportschäden geschützt. Neben dem Lautsprecher sind noch ein passendes Netzkabel sowie eine mehrsprachige Schnellstart-Anleitung mit von der Partie. Außerdem ist dem Lautsprecher ein „Certificate of Conformity“ beigelegt.

Gehäuse und Details Mackie Thrash12v2

Im Inneren des 353 × 614 × 348 mm (B × H × T) großen, aus Kunststoff gefertigten Gehäuses übernimmt ein 1.300 Watt starker Class-D-Amp die Versorgung des verbauten 12-Zoll-Woofers sowie des 1-Zoll-Polymer-Kompressionstreibers. Der Frequenzbereich beträgt 46–20.000 Hz (-10 dB) bei einem Maximalpegel von 129 dB. Geschützt werden die Speaker auf der Front durch schwarz lackiertes Lochblech, das mit dem Mackie-Logo bestückt ist.

Gehäuse und Details Mackie Thrash 15V2

Das Gehäuse der 15-Zoll-Variante fällt aufgrund des verbauten Speakers mit 420 x 381 x 691 mm (B x H x T) naturbedingt etwas größer aus und bringt mit 16,5 kg etwas mehr Gewicht auf die Waage. Gespeist wird der Lautsprecher ebenfalls vom 1.300-Watt Class-D-Amp. Der Frequnezbereich beträgt 41 – 18.000 Hz (-10dB).

Das Bedienpanel und sämtliche Anschlüsse der Mackie Thrash15v2 bzw. 12v2 befinden sich auf der Rückseite des jeweiligen Speakers. Auf analoger Seite findet sich ein Eingangskanal in Form einer XLR/6,3-Klinken-Combo-Buchse. Dieser verfügt über ein Input-Gain-Poti mit zweifarbiger Clipping-LED und lässt sich in der Eingangsempfindlichkeit mit Hilfe des Mic/Line-Schalters anpassen. Zusätzlich besitzten die Boxen einen analogen Mix-Out in Form einer XLR-Buchse zur Versorgung eines weiteren Speakers.

Neben dem Master-Volume-Poti ist die Limit-LED platziert, die bei aktivem Limiter für visuelles Feedback sorgt. Außerdem sind ein Feedback-Eliminator-LED-Schalter sowie ein Voicing-Mode-Switch zur Auswahl der vier DSP-Presets vorhanden. Im Vergleich zum älteren Modell besitzt die V2-Version einen Bluetooth-Pairing-Taster, der auch zur drahtlosen Audiosignalübertragung zwischen zwei Speakern dient. 

Der USB-C-Port ist für Firmware-Updates gedacht. Hier wird laut Handbuch weder „ein Gerät geladen, Musik abgespielt noch werden die Geheimnisse des Universums preisgegeben“ – schade eigentlich. Abschließend sind sowohl der Netzschalter als auch die Netzbuchse auf der Rückseite des Speakers verbaut. Die Oberseite sowie die beiden Seiten sind mit großzügigen Tragegriffen ausgestattet, die für ein einfaches Handling sorgen. Vier Gummifüße auf der Unterseite geben einen festen Halt beim stehenden Betrieb.

Mackie Thrash15v2 und Thrash12v2 im Praxischeck 

Nachdem der zweite Speaker der beiden Testkandidaten seine DHL-Odyssee hinter sich gebracht hatte, konnte ich ihn endlich bei mir zu Hause willkommen heißen. Auf der Verpackung geizt das Unternehmen übrigens nicht mit Huldigungen an den gelieferten Speaker. Hier kann ich mir ein kleines Grinsen nicht verkneifen. Bereits bei der Entnahme aus der Verpackung fühlten sich der Mackie Thrash15v2 und Thrash12v2 solide verarbeitet an. Sowohl die verbauten Griffe als auch der Lautsprecher im Ganzen wirken stabil und akkurat verarbeitet. Allerdings ist ein leichter Kunststoffgeruch nicht von der Hand zu weisen. Auch die Bedienelemente sowie die Ein-/Ausgangsbuchsen sitzen fest an ihrem Platz.

Zurück zum klassischen Schwarz

Optisch geht Mackie auf klassischen Pfaden. Besticht das Vorgängermodell noch durch Griffe und Applikationen in „Mackie-Grün“, wurde beim neuen Thrashv2 ausschließlich ein schwarzer Farbtopf verwendet. In Verbindung mit dem chromfarbenen Logo auf der Front wirkt das neue Modell deutlich unauffälliger.

Bedienung des Lautsprechers

Um mir einen klanglichen Eindruck zu verschaffen, nutze ich zuerst die Wireless-Audio-Übertragung des Speakers. Das Prozedere gestaltet sich einfach. Durch kurzes Drücken des Bluetooth-Buttons geht der Thrashv2 in den Pairing-Mode. Ein optisches Feedback liefert die blau blinkende Status-LED. Sobald ein kompatibles Gerät verbunden ist, leuchtet die LED dauerhaft.

Wie bereits erwähnt standen mir je zwei Testkandidaten zur Verfügung. Um die beiden Speaker miteinander zu verbinden, steht neben dem analogen Mix-Out noch die kabellose Verbindung zur Auswahl. Hierzu wird der Bluetooth-Button gedrückt gehalten. Nach kurzer Zeit beginnt die LED, grün zu blinken. Am zweiten Speaker wird jetzt ebenfalls der Bluetooth-Button gedrückt gehalten und nach ca. 10 Sekunden pairen sich die beiden Speaker miteinander.

Und was geht klanglich beim Thrashv2?

Zunächst kommt meine Soundcheck-Playlist zum Einsatz. Den Master-Regler betreibe ich zunächst auf zwölf Uhr. Die Lautstärke des Abspielgeräts regle ich am Gerät. Ein Volume-Poti für den Bluetooth-Input besitzt der Thrash12v2/15v2 nicht. Als Voice-Preset starte ich im Flat-Mode. Da ich erst einmal mit geringer Lautstärke starte, ist ein leises, aber wahrnehmbares Grundrauschen zu hören. Auch bei keiner angeschlossenen Quelle ist dieses leise Rauschen vorhanden. Gibt man dann etwas Gas am Volume-Regler der Audioquelle, fällt es aber nicht weiter ins Gewicht. 

Klanglich braucht der Thrash-Speaker generell ein wenig Pegel, damit vor allem im Bassbereich etwas passiert. Generell kann man den Sound als sehr angenehm und ausgeglichen beschreiben. Lediglich die tiefen mittleren Frequenzen wirkten bei manchen Testsongs ein klein wenig überbetont. 

Im DJ-Setup kommen dann noch ein paar mehr tiefe Frequenzen aus dem 12-Zöller und auch die Höhen gewinnen an Brillanz. In dem Live-Modus gibt es dann weniger Bass, aber dafür eine kleine Anhebung im Frequenzbereich um 2,5 kHz. Im Wedge-Mode ist der Bassbereich dann schon deutlicher beschnitten, sorgt aber dafür, von tiefen Feedbacks verschont zu bleiben. Das größere 15-Zoll Modell liefert klanglich im Bassbereich noch einmal eine Portion mehr Low-End. 

Mackie Thrash12v2 im Praxiseinsatz als Bühnenmonitor

Da bei mir eine kleine „Open-Air“-Show auf der Agenda stand, habe ich mir die beiden Mackie-Thrash-Boxen mit in den Caddy geladen. Schon beim Transport und auch beim anschließenden Aufbau der Speaker machte sich das vergleichsweise geringe Gewicht angenehm bemerkbar. Ein paar Gummifüße für den liegenden Betrieb hätte Mackie dem Thrash aber durchaus spendieren können.

Da mir das Wedge-Voice-Preset im tiefen Frequenzbereich ein wenig zu stark beschneidet, betreibe ich die Boxen im Flat-Modus. Zunächst geht es erst einmal ohne Feedback-Eliminator bis zu den ersten Rückkopplungen. Die Lautstärke ist schon ordentlich und beide Testkandidaten liefern auch so ein ordentliches Ergebnis. Mit aktiviertem Feedback-Eliminator sind dann noch einmal ein paar mehr Dezibel möglich. Auch die Reaktionszeit des Eliminators ist absolut praxistauglich. Das beim ersten Antesten vernommene Grundrauschen war in dieser Konzertkulisse nicht wahrnehmbar. Die an diesem Abend performende Reggae-Band war auf jeden Fall von den Thrash12v2 durchwegs begeistert. An dieser Stelle noch einmal ein kleines Dankeschön an die Band „Grashoppers“.

Mackie Thrashv2 als Nearfill

Ein weiteres Testszenario stand ein paar Tage später auf dem Programm. Eine Indoor-Show stand in einem Club an. Die vorhandene PA war klassisch links und rechts neben der Bühne positioniert. Aufgrund der enormen Bühnenbreite und des Abstrahlverhaltens der vorhandenen PA gab es mittig in den ersten Reihen eine ordentliche Lücke. Also habe ich kurzerhand den Thrash aus dem Auto geholt und als „Nearfill“ im liegenden Betrieb mittig vor der Bühne positioniert. Obwohl der Speaker nicht ganz auf Ohrhöhe positioniert war, sorgte der Thrash für eine enorme Verbesserung. Am Equalizer des Mixers kam lediglich ein Low-Cut zum Einsatz.

Mackie Thrashv2 – die Zielgruppe

Mit den Thrash12v2 und Thrash15v2 richtet sich Mackie an potenzielle Nutzer, die auf der Suche nach einem aktiven Lautsprecher sind, der auf Wesentliches reduziert wurde. Der Speaker eignet sich für DJs und Entertainer im Standalone-Betrieb, vor allem für kleine Veranstaltungen oder Ambient-Beschallung. Soll es dann etwas mehr zur Sache gehen, sollte man eher die 15-Zoll-Variante des Thrash unter die Lupe nehmen oder einen zusätzlichen Subwoofer einsetzen.

Auch für Schulen, Jugend- oder andere Sozialeinrichtungen empfiehlt sich der aktive Speaker durch einfache Handhabung und leichtes Handling. Der Betrieb als Bühnenmonitor ist ebenfalls möglich, allerdings verfügen Mackie Thrash15v2 und Thrash12v2 über keine Gummifüße für den liegenden Betrieb. Singer-Songwriter-Setups sind beim einkanaligen Thrash nur mit zusätzlichem Equipment realisierbar. Hier wäre der Mackie Thump in meinen Augen die bessere Wahl.

Mackie Thrash12v2 und 15v2 – mögliche Alternativen

 Mackie Thrash12v2db Technologies Opera 12Mackie Thrash15v2Turbosound Milan M15
Bestückung12-Zoll/1-Zoll12-Zoll/1-Zoll15-Zoll/1-Zoll15-Zoll/1-Zoll
Leistung1300 Watt1200 W Peak1300 Watt1100 Watt
Max SPL129 dB129 dB129 dB130 dB
Frequenzgang46 – 18.000 Hz 52 – 20.000 Hz41 – 18.000 Hz 45 – 18000 Hz
Anzahl Eingänge1212
Mix-Ausgangjajajaja
DSP-Processingjajajaja
Bluetoothjaneinjanein
Abmessungen353 x 348 x 614 mm (B x T x H)350 x 349 x 642 mm (B x T x H)420 x 381 x 691 mm719 x 457 x 368 (B x T x H)
Gesamtgewicht13,4 kg14,3 kg16,5 kg27,5 kg
Preis369 €419 €419 €444 €

Fazit zum Mackie Thrash12v2 und Thrash15v2 Test

Mit der Thrashv2-Serie hat Mackie eine neue Modellvariante im Portfolio, die problemlos an die Erfolge des Vorgängers anknüpfen kann. Erweitert mit Bluetooth-Audio und Wireless-Pairing bietet die V2-Generation aktuelle Features. Auch die Voice-Modes und vor allem der Feedback-Eliminator sind absolut praxistauglich. Die Bedienung ist selbsterklärend und sollte auch problemlos für ungeübte Nutzer von der Hand gehen.

Klanglich konnten mich die Boxen ebenfalls überzeugen. Für einen 12-Zoll-Aktiv-Speaker liefert der Thrash12v2 überraschend viel Low-End und Lautstärke. Das 15-Zoll-Modell geht dann noch einmal ein klein wenig deeper. Für den fetten Elektro-Rave wird allerdings mindestens ein zusätzlicher Subwoofer vonnöten sein. 

Ein wenig überrascht war ich, dass das neue Modell im Vergleich zur älteren Variante um einen analogen Eingangskanal erleichtert wurde. Für alle Anwender, die den Speaker mit einem Mixer betreiben wollen, ist das kein Problem. Außerdem wären ein paar Gummifüße auf der Seite für den liegenden Betrieb von Vorteil, damit der Speaker auch auf rauen Bühnen ohne Kratzer am Gehäuse auskommt. Allerdings lässt sich dieses Problem auch easy in jedem gut sortierten Baumarkt lösen. Alles in allem bringt Mackie mit der neuen Thrash-Serie solide, anwenderfreundliche Allround-Lautsprecher auf den Markt, die mit 4 Sternen aus unserem Test hervorgehen.

Technische Daten Mackie Thrash 15V2

  • Bestückung: 15″ Tieftöner, 1″ Kompressionstreiber
  • Leistung: 1300 Watt Class-D
  • Maximalpegel: 129 dB (Peak)
  • Frequenzbereich: 41 – 18.000 Hz (-10 dB)
  • Abstrahlverhalten: 90° x 60°
  • integrierter DSP mit Voicing Modes und Feedback Eliminator
  • Stereo Bluetooth Streaming
  • Eingänge: 1x symmetrische Combo-Buchse XLR/Klinke
  • Ausgänge: 1x XLR Mix-Out
  • zweiseitig abgewinkelt zur Nutzung als Bühnenmonitor
  • roadtaugliche Konstruktion
  • 3 Tragegriffe
  • Hochständerflansch
  • Abmessungen (B x T x H): 420 x 381 x 691 mm
  • Gewicht: 16,5 kg
  • Farbe: Schwarz
  • Preis: 419,- Euro

Technische Daten Mackie Thrash12v2

  • Aktiver 12-Zoll-Fullrange-Lautsprecher
  • Lautsprecherbestückung: 12″-Tieftöner und 1″-Kompressionstreiber
  • 1300 Watt (Peak) Class-D-Amplifier
  • Frequenzumfang 49 – 20.000 Hz
  • Max. Pegel 129 dB
  • Bluetooth-5.0-Audio
  • Feedback-Eliminator
  • DSP-Voice-Presets
  • Abmessungen (B x H x T): 353 x 614 x 348 mm
  • Gewicht: 13,9 kg
  • inkl. Netzkabel
  • Mikrofon/Line Eingang: Combo XLR/6,3-mm-TRS-Klinke
  • USB-C-Port für Firmware-Updates
  • XLR-Mix-Ausgang
  • Preis: 369 Euro
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