E-Drums aufzunehmen war noch nie so einfach wie heute: Vom schnellen Smartphone-Recording bis hin zur professionellen Mehrspurproduktion in der DAW oder MIDI-Aufnahmen gibt es zahlreiche Möglichkeiten – oft sogar ohne zusätzliches Audiointerface.
In diesem Guide zeigen wir dir vier Methoden zum Aufnehmen von E-Drums in modernen Setups, die 2026 wirklich relevant sind. Egal ob du Anfänger bist, Content für YouTube oder TikTok produzierst oder deine Tracks im Heimstudio perfektionieren willst: Hier findest du die passende Lösung für dein Setup.

E-Drum Recording – Die 4 wichtigsten Methoden im Überblick
Grundlagen zum Aufnehmen von E-Drums
In den letzten Jahren haben sich neue Workflows etabliert, die vieles beim Aufnehmen von E-Drums einfacher machen. Wir starten mit ein paar grundlegenden Gedanken zum Thema.
USB-Audio vs. Audiointerface
Viele aktuelle Soundmodule lassen sich per USB direkt mit einem Computer und manchmal auch Smartphone/Tablet verbinden und fungieren dann als Audiointerface. So kannst du deine E-Drums ganz ohne zusätzliche Hardware aufnehmen. Häufig sind sogar umfangreiche Mehrspur-Aufnahmen über ein einzelnes USB-Kabel möglich. Aber aufgepasst: preiswertere Modelle sind oft auf USB-MIDI beschränkt. Für hochwertige Audioaufnahmen benötigst du dann immer noch ein Audiointerface. Hauptaufgabe des kleinen Kästchens ist das Bereitstellen hochwertiger Anschlüsse und Wandlung von analogem in digitales Audio.
Smartphone vs. Rechner
Mit vielen Apps für Android und iOS sind schnelle Aufnahmen direkt auf dem Smartphone oder Tablet möglich – perfekt für mobiles Recording, das Festhalten von Ideen oder einfachen Social-Media-Content. Für komplexere Nachbearbeitung mit höherem Anspruch bleibt aber ein Rechner mit DAW-Software das Mittel der Wahl. Schon allein der größere Bildschirm und die Bedienung über Tastatur und Maus sind beim Feilen an Details für die meisten Anwender komfortabler als ein kleiner Touchscreen – selbst dann, wenn die erweiterten Möglichkeiten einer großen DAW-Software gar nicht benötigt werden.

Audio vs. MIDI
Während bei Audioaufnahmen der tatsächliche Klang des E-Drum-Moduls aufgezeichnet wird, geht es bei MIDI-Aufnahmen um reine Steuerinformationen. Der Vorteil ist, dass du Sounds und Performance auch nachträglich komplett umkrempeln kannst – die Ergebnisse mit einer Drum-Software wie dem Toontrack EZdrummer 3 sind in der Regel weit besser als mit den Modulsounds.
Content Creation leicht gemacht
Mit dem Smartphone oder Tablet kannst du ohne viel Aufwand ein einfaches Drum-Video für Social Media produzieren – ideal für Einsteiger, die nicht viel Geld ausgeben wollen. Bei Nutzung einer Kamera-App und Aufnahme über USB-Audio oder Audiointerface ist der Ton automatisch synchron zum Video. Für größere Projekte mit mehreren Kameras und ggf. einem Sprechermikrofon empfiehlt es sich aber, Bild und Ton separat aufzunehmen und im Nachhinein alles in einer Schnittsoftware zu synchronisieren – z.B. dem kostenlosen DaVinci Resolve. Klar sollte aber auch sein: Ab diesem Punkt wird es kompliziert und man muss sich einarbeiten.
Nicht vergessen: Interne Aufnahmefunktion
Viele E-Drum-Module bieten eine interne Aufnahmefunktion, wobei es hier starke Abweichungen zwischen verschiedenen Herstellern und Modellen gibt. Oft sind solche Features zum reinen Üben bzw. zur Selbstkontrolle ausgelegt (z.B. bei Efnote). Die aktuellen 3/5/7er V-Drums von Roland bieten dagegen eine Option, zu Songs auf einer SD-Card zu trommeln und die gesamte Performance einschließlich Playback zu exportieren. Yamaha wiederum bietet eine elegante Möglichkeit mit einer zugehörigen App, die automatisch Video, Drums und Playback synchronisiert. Solche Möglichkeiten prüfst du am besten individuell für dein Modell.
Fazit: Für viele Anwendungen kommst du heute ohne Audiointerface und komplizierte Verkabelung aus. Die Möglichkeiten hängen aber stark von den Features deines Kits bzw. des Soundmoduls ab.
Vergleich: Welche Methode ist die richtige?
| Methode | Aufwand | Flexibilität | Kosten | Wofür? |
|---|---|---|---|---|
| Analoge Stereo-Verbindung | mittel | gering | mittel | Einfaches Recording ohne USB-Audio |
| USB-Audio | gering | mittel | gering | Recording ohne Audiointerface |
| Analoge Multitrack-Verbindung | hoch | hoch | hoch | Band-Recording & Content |
| MIDI / VST | mittel | sehr hoch | variabel | Musikproduktion |
Variante 1: Analoge Stereo-Verbindung

Du benötigst:
- Laptop/Desktop-Rechner oder Smartphone/Tablet
- Audiointerface mit mindestens zwei Eingängen
- Sonderfall für Mobilgeräte: IK Multimedia iRig 2 für Mono-Aufnahmen
- DAW-Software oder Recording-App für Mobilgeräte
Vorteile:
- Funktioniert mit allen E-Drums
Nachteile:
- Aufwendiger als USB-Audio
Audiointerface plus DAW auf dem Computer
Die klassische Stereo-Aufnahme über analoge Kabelverbindungen funktioniert mit allen E-Drums vom Einsteiger-Set bis zum Flaggschiff-Modell. Du benötigst dazu ein einfaches Audiointerface mit mindestens zwei Eingängen, die du mit dem Main-Out deines E-Drum-Moduls verbindest. Eine preiswerte Möglichkeit für Einsteiger ist beispielsweise das Focusrite Scarlett 2i2. Zur Verbindung brauchst du außerdem zwei Kabel mit 6,3er-Klinkensteckern. In der Regel reichen Kabel mit TS-Steckern (also „Mono-Kabel“) aus. Wenn dein Modul symmetrische Ausgänge bietet, kannst du TRS-Stecker (also „Stereo-Kabel“) benutzen.
Auf Mac oder PC benötigst du zur Aufnahme außerdem eine DAW-Software. Beim Kauf von Audiointerfaces sind oft kleine Ausbaustufen solcher Programme dabei. Für einfaches Recording reichen diese meist vollkommen aus.
Das Recording selbst ist denkbar einfach: In der DAW-Software erzeugst du eine Stereo-Spur, wählst die entsprechenden Eingänge aus und startest die Aufnahme. Wenn du zu einem Song oder einfach nur zum Metronom der DAW trommelst, verbindest du deine Kopfhörer mit dem Audiointerface und aktivierst das direkte Mithören, um die Drums ohne zusätzliche Latenz zu hören.
Aufnahme mit dem Smartphone oder Tablet
Zur Aufnahme mit dem Smartphone oder Tablet gilt weitgehend das Gleiche. Bei der Wahl des Audiointerfaces solltest du darauf achten, dass es als „Class Compliant“ gekennzeichnet ist – eine Voraussetzung zur problemlosen Nutzung unter iOS. Eines der wenigen passenden Interfaces, die offiziell Android unterstützen, ist das IK Multimedia iRig Pro Duo I/O. Viele Hersteller scheuen sich, offiziell die Kompatibilität zu Android anzugeben, da sich die Endgeräte stark unterscheiden und man sich den aufwendigen Support sparen will. Oft funktioniert es trotzdem, aber natürlich ohne Garantie.
Bei Bus-Powered Interfaces mit Stromversorgung über USB benötigst du je nach Modell zusätzlich einen aktiven USB-Hub, für ältere iOS-Geräte mit Lightning-Port außerdem das Camera-Connection-Kit.

Die Weiterentwicklung des mobilen USB-Interfaces für Stereo- oder Mehrspuraufnahmen aus der iRig-Pro-Reihe von IK Multimedia.

Ebenfalls aus dem Hause IK Multimedia bietet sich ein kostengünstiger Workaround an. Beim iRig 2 handelt es sich nicht um ein Audiointerface, sondern um einen einfachen Adapter für die Klinkenbuchse eines Smartphones oder Tablets. Da viele aktuelle Mobilgeräte keine entsprechende Buchse mehr bieten, benötigst du eventuell zusätzlich einen entsprechenden USB-Adapter. Informiere dich vorher unbedingt, ob dein Telefon eine Ausführung mit internem Wandler benötigt oder ob ein reiner Steckeradapter ausreicht.
Mit dem IK Multimedia iRig 2 bist du auf Mono-Aufnahmen beschränkt und nutzt den internen Wandler deines Smartphones bzw. eines entsprechenden USB-Adapters. Die Lösung ist kostengünstig, in Hinblick auf die Klangqualität gibt es aber bessere Möglichkeiten.
Unabhängig davon, welchen Weg du wählst, benötigst du zur Aufnahme mit Mobilgeräten eine App wie GarageBand (iOS) oder BandLab (iOS/Android). Auf einem iPad kannst du sogar Logic Pro nutzen. Zum schnellen Aufnehmen von Videos funktioniert oft die vorinstallierte Kamera-App.
Variante 2: USB-Audio

Du benötigst:
- Ein E-Drum-Modul, das USB-Audio unterstützt
- Laptop/Desktop-Rechner oder ggf. Smartphone/Tablet
- DAW-Software oder ggf. Recording-App für Mobilgeräte
Vorteile:
- Kein Audiointerface notwendig
- Einfache Einrichtung/Verbindung
- Teils Mehrkanal-Aufnahmen über einzelnes USB-Kabel möglich
Nachteile:
- Keine Aufnahme zusätzlicher Quellen (Mikrofone, Instrumente, etc.)
Das Modul fungiert gleichzeitig als Audio-Interface
Wenn dein E-Drumset USB-Audio unterstützt, macht das vieles einfacher. Das Modul übernimmt in diesem Fall eine Nebenfunktion als Audiointerface und spielt den Klang digital über den USB-Port aus. Ein externes Audiointerface und die zusätzliche Verkabelung kannst du dir in diesem Fall sparen. Gegebenenfalls musst du dir vorab die passenden Treiber von der Herstellerseite herunterladen und installieren, dann das Modul direkt mit dem Rechner verbinden und loslegen.
Die Aufnahme an Mac oder PC entspricht weitgehend der Aufnahme mit einem externen Audiointerface. Wenn du noch keine DAW-Software hast, bietet dir unser Feature zu den besten DAWs für Einsteiger eine Orientierungshilfe. In manchen Fällen kannst du über USB sogar Multichannel-Audio mit acht oder mehr Kanälen direkt über ein einzelnes USB-Kabel streamen. Das bietet gewaltige Flexibilität bei Nachbearbeitung und Mix.
Den Kopfhörer zum Abhören schließt du im Fall von USB-Audio wie gewohnt direkt am Soundmodul des E-Drumsets an. Die USB-Verbindung läuft nämlich nicht nur vom Soundmodul zum Rechner, sondern auch rückwärts vom Rechner zum Soundmodul. So kannst du neben deinen Drums auch einen Song aus der DAW oder den Click direkt am Set hören. Eventuell musst du in den Routing-Einstellungen deines E-Drum-Moduls noch aktivieren, dass USB-Audio über die Kopfhörer wiedergegeben wird – hier lohnt sich eventuell ein Blick ins Handbuch.
„Class Compliance“ ist wichtig für Aufnahmen auf mobilen Endgeräten
Wenn dein E-Drum-Modul nicht nur USB-Audio bietet, sondern auch noch „Class Compliant“ arbeitet, dann liegen die Chancen gut, dass du es zum Aufnehmen ganz einfach über USB mit deinem Smartphone oder Tablet verbinden kannst. Mit etwas Glück kannst du sogar Multichannel-Aufnahmen wie am Rechner machen. Die Wahrscheinlichkeit, dass das funktioniert, ist unter iOS höher als unter Android, hängt aber auch von deinem E-Drumset ab. Grundsätzlich ist es für aufwendige Mehrkanal-Aufnahmen und den späteren Mix sinnvoller, einen Rechner zu verwenden.
Kleiner Hinweis für Roland-User: Viele Module bieten USB-Audio und sind in der Lage, „Class Compliant“ zu arbeiten. Dazu musst du aber zuerst in den Einstellungen des Moduls den USB-Modus von „Vendor“ auf „Generic“ stellen.
Variante 3: Analoge Multitrack-Verbindung (mehr als 2 Kanäle)

Du benötigst:
- Laptop/Desktop-Rechner (macOS/Windows)
- Eine DAW-Software
- Audiointerface mit mehreren Eingängen je nach Bedarf
Vorteile:
- Gleichzeitige Aufnahme mehrerer Quellen (Sprache, Instrumente, etc.)
- Sinnvoll in größeren Heim- und Projektstudios
Nachteile:
- Aufwendige Verkabelung nötig
- Tendenziell unübersichtlich
Gleichzeitige Aufnahme verschiedener Klangquellen
Wenn es darum geht, Kick, Snare und weitere Bestandteile des E-Drumsets separat aufzunehmen, ist USB-Audio wie oben beschrieben die einfachste Option – vorausgesetzt, dass dein E-Drumset über dieses Feature verfügt. Ein Nachteil ist, dass du in diesem Fall aber wirklich nur die Drums und gleichzeitig keine weiteren Quellen aufnehmen kannst. Ein Mikrofon zur Moderation von YouTube-Videos lässt sich eventuell direkt mit einer Kamera verbinden und später mit dem Rest des Tons synchronisieren. Sobald es um musikalischen Content wie beispielsweise ein zusätzliches Roland SPD-SX oder andere Instrumente geht (z.B. auch für Proberaum-Mitschnitte von Bands), kommst du um ein Audiointerface mit mehreren Eingängen nicht herum. Klar ist: dazu musst du bereit sein, tiefer in die Materie einzutauchen.
Wie viele Eingänge du benötigst, hängt von deinen Ansprüchen ab – und nicht zuletzt davon, wie viele Einzelausgänge dein E-Drumset bietet. Eine gängige Variante für Multichannel-Drums wären Kick und Snare als Mono-Kanäle und Toms und Becken jeweils zusammengefasst auf Stereo-Kanäle. Da insbesondere die Snares von E-Drums oft wichtige Stereo-Informationen enthalten, kann auch hier ein Stereo-Kanal sinnvoll sein. Das passende Routing richtest du in deinem Soundmodul ein, wobei die Vorgehensweise von Hersteller zu Hersteller variiert – auch hier hilft meist das Handbuch.

Welches Audiointerface für Mehrspuraufnahmen von E-Drums?
Ein Audiointerface mit der passenden Anzahl von Eingängen ist natürlich etwas teurer als ein kleiner Zweikanaler. Eine preiswerte Option ist das Focusrite Scarlett 18i20 mit acht kombinierten Mic/Line-Eingängen. Da ein E-Drum-Modul in der Regel Signale auf Line-Pegel ausspielt, ist zur Aufnahme allerdings keine Vorverstärkung über einen Preamp (wie bei einem Mikrofon) nötig. Mit einem RME Fireface 802 könntest du also alle acht Line-Ins für die Drums nutzen und hättest zusätzlich noch vier Preamps für Mikrofone oder weitere Quellen zur Verfügung. Beide Interfaces bieten Erweiterbarkeit über ADAT für noch mehr Kanäle, und natürlich gibt es zahlreiche Alternativen aus den unterschiedlichsten Preisbereichen.
Grundsätzlich ist zum Aufnehmen vieler Kanäle auch ein Rackmixer wie der mittlerweile erstaunlich preiswerte Behringer X32 Rack denkbar. Das ist definitiv eine der komplexesten Alternativen und vor allem dann sinnvoll, wenn du das Teil auch anderweitig nutzen kannst – zum Beispiel für Live-Gigs mit deiner Band.
Solltest du dir bereits ein kleines (oder großes) Heimstudio eingerichtet haben, ist ein Vorteil der analogen Multitrack-Aufnahme, dass du jederzeit über deine Studio-Lautsprecher abhören kannst. Bei Nutzung von USB-Audio musst du dazu regelmäßig in der DAW zwischen E-Drum-Modul (bei der Aufnahme) und Interface (beim nachträglichen Abhören/Bearbeiten) umschalten.
Variante 4: MIDI-Aufnahme

Du benötigst:
- Laptop/Desktop-Rechner (macOS/Windows)
- Eine DAW-Software
- Eine Drum-Software (z. B. Toontrack EZdrummer 3)
Vorteile:
- Liefert klanglich die besten Ergebnisse
- Maximale Flexibilität bei Bearbeitung und Sounds
- Unkomplizierte Verkabelung über USB
Nachteile:
- Software kann teuer werden
- Eine gewisse Einarbeitung ist nötig
Bei der MIDI-Aufnahme kommt eine Library als Klangquelle ins Spiel
Bei der MIDI-Aufnahme geht es nicht um den tatsächlichen Klang deiner E-Drums, sondern um reine Steuerinformationen – also wann welche Note auf welchem Pad in welcher Anschlagstärke gespielt wurde. Das ist vor allem dann interessant, wenn die Pads zum Einspielen verwendet werden sollen, die Modul-internen Sounds aber nicht.
Aktuelle Module bieten fast immer MIDI über USB und lassen sich entsprechend einfach anschließen. Manchmal findet man auch die runden, 5-poligen DIN-Buchsen, für die man ein MIDI-Interface benötigt. Das hat Vorteile, wenn man andere Hardware miteinbeziehen will oder längere Kabelwege überbrücken muss. Für die meisten Anwender ist USB die bessere Option.

Bessere Sounds, differenzierte Bearbeitungsmöglichkeiten
Die MIDI-Aufnahme mit einer spezialisierten Drum-Software erweitert die Möglichkeiten enorm. Nicht nur das Retten von vergurkten Fills oder das Glätten des Timings ist oft in wenigen Sekunden erledigt – auch die Sounds sind in den meisten Fällen um Welten besser als der häufig etwas künstliche Klang der Module. Sehr populär in diesem Bereich sind der Toontrack EZdrummer 3, der umfangreiche Superior Drummer 3 oder die XLN Audio Addictive Drums 2. Einen Überblick mit mehr Infos findest du in unserem Feature zu den besten Drum-Libraries.
Sobald ein solches Drum-Plugin auf deinem Rechner installiert ist, lädst du es in deiner DAW-Software auf eine Instrumentenspur und wählst als MIDI-Eingang dein über USB angeschlossenes E-Drumset aus. Diese Option sollte dir in der Regel automatisch zur Verfügung stehen.
MIDI-Mapping – oder das richtige Zuordnen der Pads
Bevor du loslegen kannst, gibt es allerdings noch ein weiteres Thema zu klären: Wenn du das Snare-Pad an deinem E-Drumset anspielst, sollte die Software verstehen, dass es sich dabei auch wirklich um die Snare und nicht um ein Tom oder vielleicht die Glocke des Ride-Beckens handelt – das nennt man MIDI-Mapping. Aktuelle Software bietet dazu häufig Presets für gängige E-Drum-Modelle. Wenn du tiefer in die Materie eintauchen willst, sieh dir unser Feature zu E-Drums und EZdrummer an.
Grundsätzlich kannst du einen reinen MIDI-Workflow vollständig mit dem Onboard-Audio deines Rechners bestreiten – also ganz ohne Audiointerface. Wenn du ausschließlich mit Kopfhörern arbeitest, kommst du mit einem Laptop ohne zusätzliche Ausstattung schon recht weit. Die unter Windows teils sehr hohen Latenzen bekommst du oft mit dem ASIO4ALL-Treiber gut in den Griff. Sollte dein E-Drumset auch als Audiointerface arbeiten, dann ist es aber sehr empfehlenswert, dies auch zu nutzen – auch wenn du „nur“ MIDI aufnimmst. Ein Vorteil ist, dass du die Sounds aus dem Rechner dann direkt über das Modul abhören kannst. Aber natürlich kannst du auch ein separates Audiointerface verwenden, während du MIDI über USB nutzt.
Grundsätzlich sind MIDI-Aufnahmen auch mit dem Smartphone oder Tablet möglich, wobei man hier nicht die volle Flexibilität und Klangqualität einer Software vom Rechner erreicht.
Zusammenfassung
Im Vergleich zu einem akustischen Drumset ist die Aufnahme eines E-Drumsets ein Kinderspiel. Trotzdem sieht man, dass unterschiedliche Voraussetzungen und Equipment-Kombinationen das Thema durchaus komplex machen.
Um diesen Artikel noch einmal ganz vereinfacht zusammenzufassen: Wenn dein E-Drum-Modul USB-Audio anbietet, dann ist das die einfachste Möglichkeit zur Aufnahme mit dem Rechner und oft auch mit dem Smartphone/Tablet. Wenn dein Modul kein USB-Audio bietet, benötigst du ein Audiointerface – und auch wenn du mehrere Quellen gleichzeitig aufnehmen willst, kommst du um das kleine (oder etwas größere) Kästchen nicht herum. Wenn du Songs produzierst und E-Drums aufnehmen willst, empfiehlt es sich dagegen, über MIDI aufzunehmen und mit einer Drum-Software zu arbeiten.

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Bengt sagt:
#1 - 23.04.2022 um 08:46 Uhr
Moin Alexander Berger und Max Gebhardt, vielen Dank für diesen online-workshop. Ich habe keinerlei Erfahrung mit Midi aber bereits ein paar videos hierzu gesehen. Ich verwende Mac-Computer (iPhone, iPad, iMac, Mac Pro 5.1/6.1 und MacMinis os 10.8 bis BigSur) und Audio Logic X2 und die neueste Version unter MacOS BigSur. Mein Audio-Interface ist ein Phonic Helix Board 12. Ich habe zwei Drum-Sets ein Yamaha DTXpressIV und ein Millenium MPS 600. Nun würde ich diese Beiden gerne mit einander verbinden um mehrere Möglichkeiten für Sounds zu verwenden (Handclaps etc.). Das ist die eine Frage können die Modul mit einander verbunden werden? Yamaha hat eine Midi out (5-polig), R/L mono 6,3, Phones 6,3 und AUX 3,x Ausgänge. Das MPS 600 hat Midi in/out, USB, R/L mono 6,3 und AUX 6,3 und Phones 3,x. Das Phonic hat USB, Firewire, XLR 1-4 aber ebnefalls Klinke auf diesen Kanälen und Klinke für 5-8 (5/6 und 7/8 sind gekoppelt). Hier also die zweite Frage kann man in diesem Fall sowohl Midi wie Audio gleichzeitig übertragen? Mein Niveau ist akustischer Spasti. Ich bin Ton-Taub will sagen ob ein Ton höher oder tiefer ist fällt mir schwer wird aber besser mit den Jahren. Ich habe keine Taktgefühl und technisch bin ich komplett unbegabt - aber Lust Musik zu machen habe ich viel. Vielen Dank im Voraus Mit freundlichen Grüßen
Alexander Berger sagt:
#1.1 - 25.04.2022 um 01:51 Uhr
Hi Bengt, die gleichzeitige Aufnahme von Audio und MIDI ist natürlich möglich. Für das Yamaha bräuchtest du dazu ein zusätzliches MIDI-Interface. Das Millenium unterstützt dagegen MIDI über USB. Der Audio-Part läuft dann über Line-Ins an deinem Digitalpult. Sounds aus dem Millenium über MIDI anzusteuern sollte möglich sein, während ich bei Yamaha auf die Schnelle keine Möglichkeit sehe, das umzusetzen. Die Frage wäre aber auch, ob du bei der Arbeit mit einem Rechner nicht einfach auf virtuelle Instrumente wechseln möchtest. Wenn ich es richtig verstanden habe, nutzt du Logic. Da sind viele hochwertige Samples im Lieferumfang enthalten. Viel Spaß beim Experimentieren, Alexander
Antwort auf #1 von Bengt
Melden Empfehlen Empfehlung entfernenOscar sagt:
#2 - 13.12.2022 um 10:23 Uhr
Die Informationen, die Sie hier zum Thema E-Drum aufzunehmen mitteilen, sind sehr übersichtlich. Jetzt sollte ich eine bessere Entscheidung treffen können. Meiner Meinung nach sollte man dies immer auf eine gut informierte Weise tun. Auf der Suche nach weiteren Informationen bin ich auf folgende Seite gestoßen: https://musik-dinge.at/shop/drumset-equipment-kaufen-in-wien/