Akai Professional präsentiert die neue Generation der MPC Key 37 G2. Es handelt sich hauptsächlich um ein Speicher- und Prozessorupdate.

MPC One G2 und MPC Key 37 G2
Kleine Anmerkung: Wer die beiden Texte zur MPC One G2 und zur MPC Key 37 G2 liest, wird feststellen, dass sie sich inhaltlich stark ähneln. Das liegt daran, dass beide Geräte über weitgehend identische Funktionen verfügen. Dennoch habe ich mich bewusst dafür entschieden, die Geräte in zwei separate Texte aufzuteilen. Dadurch lassen sich zukünftige Hinweise auf Updates, Sondermodelle oder andere gerätespezifische Änderungen einfacher Kommunizieren.
MPC Key 37 G2
Akai Professional präsentiert die zweite Generation der MPC Key 37 und nennt sie schlicht G2.
Das Gerät ist in einem cremefarbenen Gehäuse untergebracht, das an die MPC-Modelle der späten 1980er Jahre erinnert. Der Vorgänger und die neue Version haben sehr viel gemeinsam, denn im Prinzip liefert Akai ein Speicher- und Prozessorupdate aus.

In der MPC Key 37 G2 arbeitet jetzt ein 8-Core-Prozessor mit 4 GB RAM. In der Vorgängerversion war nur ein 4-Core mit 2 GB RAM verbaut. Der interne Speicher wurde von 32 GB auf 64 GB aufgemotzt. Außerdem verfügt die neue Version nun über USB-C, während beim Vorgänger USB-B verbaut war.
MPC 3.9 OS
Die MPC Key 37 G2 basiert auf dem MPC 3.9 OS. Die Software wurde mit einem Linear Arranger ausgestattet, was es erlaubt, Arrangements zu erzeugen, die an die Arbeitsweise mit einer DAW erinnern. Produzenten können Drum-Patterns mit den Pads bauen, Samples choppen, Plug-In-Instrumente layern und Arrangements in der DAW-Ansicht des Linear Arrangers finalisieren. Eine Oszillator-Engine für Synthese wurde direkt in das Betriebssystem eingebunden.
Die MPC unterstützt bis zu 32 Plug-Ins und 16 Audiospuren gleichzeitig. Es sind über 100 Multi-Effekt-Algorithmen vorhanden und darüber hinaus Stem Pro Support und Super Timestretch. MIDI- und Audiorecording sind direkt auf dem Gerät möglich, ohne dass ein Computer benötigt wird. WLAN und Bluetooth ermöglichen drahtlose Anbindung und Integration in bestehende Studio-Setups.
Plug-ins und Sounds
Die MPC Key 37 G2 wird mit den Plug-in-Instrumenten Bassline, Electric, Fabric Select, Hype, Mellotron, Odyssey, Solina, Tubesynth, Drumsynth, OPX-4, Jura und Sub Factory ausgeliefert. Zum Launch gibt es kostenlos die Native Instruments Analog Dreams MPC Edition dazu.

Die 6 mitgelieferten Expansion Packs nennen sich Acoustic Tools, Classic Drum Machines, Apollo Retro Kits, Marco Polo Lo-Fi Boom, Gemini Future Classic Synths und Orion Future Classic Workstations.
Der enthaltene Content beläuft sich auf über 20 GB. Ein optional erhältliches Pro Pack schaltet zusätzlich professionelle Stem-Separation, Echtzeit-Timestretching und eine Clip Matrix frei.
Ableton-Integration
Der Ableton Live Control Mode sowie Import und Export von Ableton-Projekten erlauben es, die Grenzen zwischen Hardware-Produktion und DAW-Produktion zu verwischen.

Display und Bedienung
In der MPC Key 37 G2 ist ein farbiges 7-Zoll-Multitouch-Display mit Gestensteuerung verbaut, mit dem sich sämtliche Funktionen des Geräts bedienen lassen. Vier Q-Link-Regler stehen alternativ zur Verfügung, wenn man Parameter lieber schrauben möchte, anstatt zu wischen.
Eine MPC ist nichts ohne ihre Pads. Die 16 anschlagempfindlichen RGB-Pads wurden in 8 Bänke aufgeteilt und unterstützen polyphonen Aftertouch. Da es sich um eine MPC-Keyboard-Version handelt, dürfen Pitch- und Modulationsrad nicht fehlen.

Anschlüsse
Der USB-C-Anschluss erlaubt 24×24-Multichannel-Audio-Streaming. Zusätzlich stehen 32 Kanäle MIDI I/O zur Verfügung. Für den Host- und Device-Betrieb genügt ein einziges USB-C-Kabel. USB-C erlaubt es auch, von Smartphones, Tablets und externen Geräten zu sampeln. Das WLAN-Modul unterstützt 2,4 GHz und 5 GHz nach dem 802.11ac-Standard, Bluetooth Version 5 ist ebenfalls verbaut.

Für die Anbindung an modulare Systeme stehen 8 CV/Gate-Ausgänge bereit. Klassische MIDI DIN In und Out sind ebenfalls vorhanden. Es stehen jeweils zwei Line-Eingänge und zwei Line-Ausgänge sowie ein Stereo-Kopfhörerausgang zur Verfügung. Drei separate Eingänge für Pedale und Fußschalter ermöglichen umfangreiche Steueroptionen. An die zwei USB-3.0-Anschlüsse können USB-Speicher oder MIDI-Controller angeschlossen werden. Ein SD-Card-Slot rundet die Speicher- und Transferoptionen ab.
Preis und Verfügbarkeit
Die Akai Professional MPC Key 37 G2 wird für 979,00 Euro angeboten.

Akai MPC Key 37 G2: Features
- Standalone MPC Keyboard Synthesizer
- 37 halbgewichtete Tasten, anschlagdynamisch und mit Aftertouch
- Pitch- und Modulationsrad
- 16 anschlagsempfindliche RGB-Pads (8 Pad-Bänke) mit polyphonem Aftertouch
- G2 8-Core Prozessor mit 4GB RAM
- unterstützt bis zu 32 PlugIn-Instanzen, 16 Audiospuren, Stem Pro Support und Super Timestretch
- 64GB interner Speicher
- mehr als 1000 Preset Sounds und 8 Plug-In Instrumente (mehr als 10GB Content)
- 100 Multi-Effekt-Algorithmen
- 7” Color Multi-Touch-Display mit Gestensteuerung
- 4 Q-Link Encoder
- MPC DAW mit MIDI- und Audiorecording
- WLAN- & Bluetooth-fähig
- 8 CV/Gate Ausgänge für 3.5mm TRS-Kabel (kompatibel mit Mono-TS-Kabeln)
- 2x USB 3.0 Eingänge für USB-Massenspeicher oder MIDI Controller (1x Typ A, 1x Typ C)
- MIDI In / Out (5-Pol DIN)
- 2x Line-Eingang (6.3mm TRS Klinke)
- 2x Line-Ausgang (6.3mm TRS Klinke)
- stereo Kopfhörerausgang (6.3mm TRS Klinke)
- 3x Eingänge für Pedale und Fußschalter (6.3mm Klinke)
- SD-Card Slot
- Abmessungen (BxTxH): 58.2 x 31.5 x 8.5 cm
- Gewicht: 4.36 kg
- inkl. Netzteil (12V DC, 3.0A)
- passende Transporttasche: Artikel 483675 (nicht im Lieferumfang)
Links
AKAI Professional MPC One Test
AKAI Professional MPC Sample Test
Der AKAI Professional MPC XL Test

























ErrJott sagt:
#1 - 18.06.2026 um 23:26 Uhr
USB-C: Eindeutig eine Verschlimmbesserung hinsichtlich Handling und Stabilität. Und wieder kein internes Netzteil! Buuhhh!!!!! Das phantasielose GRAU(SLICH) der Keyboard-Variante zur blauen MPC One G2 kann mir gestohlen bleiben. Besserer Prozessor und mehr Speicher: Sehr gerne, aber nicht zu dem Aufpreis. Mit mir nicht.