5 unglaubliche Vorbands, die den Headliner völlig in den Schatten stellten

Nicht immer ist der Headliner das Highlight eines Konzerts. Immer wieder sorgen auch kleinere Vorbands durch überraschende und beeindruckende Auftritte für Aufsehen. In einigen Fällen übertrifft der Opening-Act sie sogar so sehr, dass sie dem Hauptact die ganze Show klaut. Oft sind es hungrige Newcomer oder Bands kurz vor dem Durchbruch, die später selbst Musikgeschichte schrieben. Hier sind fünf dieser legendären Vorbands, die durch ihren Auftritt den Headliner völlig in den Schatten stellten.

© Canva / Wikimedia Commons: NBC Television

Lynyrd Skynyrd für The Rolling Stones (1976)

Am Abend des 21. August 1976 lieferten die Rolling Stones ihr legendäres Open-Air-Konzert in Knebworth. Die Stones spielten als Headliner vor rund 200.000 Zuschauern und Zuschauerinnen, wobei ihr Set ganze 2,5 Stunden lang ging. Doch ausgerechnet die Vorband, Lynyrd Skynyrd, setzte die Messlatte so hoch, dass ihr Auftritt bis heute unvergesslich bleibt. Die Band befand sich zu dieser Zeit auf dem Höhepunkt ihrer Karriere und haben sich als Pioniere des amerikanischen Southern Rock etabliert.

Mit Songs wie “Sweet Home Alabama” und “Free Bird” beeindruckten Lynyrd Skynyrd das Publikum und brachten eine unvergleichbare Energie auf die Bühne. Zum epischen Solo von “Free Bird” lief Frontmann Ronne Van Zant, entgegen den Vorgaben des Veranstalters und Mick Jagger selbst, auf den ikonischen zungenförmigen Laufsteg der Stones. Zuvor durfte nur Mick Jagger diesen “sakralen” Bereich der Bühne betreten, was die Stones entsprechend sauer gemacht haben soll. Der Auftritt gilt bis heute als einer der spektakulärsten Support-Gigs aller Zeiten und zahlreiche Fans und Kritiker sind sich einig, dass Lynyrd Skynyrd an jenem Tag die Show gestohlen hat.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

The Jimi Hendrix Experience für The Monkees (1967)

Im Laufe der 1960er entwickelten sich die Monkees in den Vereinigten Staaten zu einem riesigen Massenphänomen. Die Bandmitglieder waren vor allem als TV-Popstars bekannt, die mit ihren poppigen und leichten Songs die insbesondere ein junges Publikum erreichten. Wer wäre also der ideale Opening Act für den unbeschwerten und familienfreundlichen Sound der Monkees? Die Entscheidung fiel schließlich auf die weitgehend unbekannte Jimi Hendrix Experience, teilweise in der Hoffnung den Monkees mehr musikalisches Ansehen zu verleihen.

© Wikimedia Commons: NBC Television

Dieses ungewöhnliche Crossover stellte sich jedoch schnell als Fehltritt heraus. Die ambitionierten Gitarrensoli, die absolut wilde Bühnenpräsenz und die verzerrten Sounds stießen im Publikum auf Unverständnis und Verwirrtheit. Viele junge Zuschauer und Zuschauerinnen reagierten daher mit Buhrufen, welche Jimi Hendrix sogar einmal mit einer Mittelfingergeste beantwortet haben soll. Es ist daher kein Wunder, dass die Band nur nach wenigen Auftritten aus dem Programm gestrichen wurde. Auch wenn das Publikum nicht ganz überzeugt war, bleibt diese Kombination eine der ungewöhnlichsten Support-Acts der Musikgeschichte.

Van Halen für Black Sabbath (1978)

Es war im Jahr 1978, als Black Sabbath auf ihrer riesigen US-Tour von den Newcomern Van Halen begleitet wurden. Black Sabbath galten zu dieser Zeit ohne Zweifel längst als Pioniere des Hardrock, auch wenn die Band bereits mit inneren Spannungen kämpfte. Van Halen hingegen veröffentlichten erst im selben Jahr ihr Debütalbum und sorgten damit für viel Aufsehen unter Rockfans. Es war ein Crossover von zwei Generationen, die den Hardrock-Sound jeweils neu definierten.

Für viele Konzertbesucher hinterließ aber das revolutionäre Gitarrenspiel vom jungen Eddie Van Halen, insbesondere auf “Eruption“, den größten Eindruck. Es war ein Sound, der völlig neu und kaum zuvor gehört war. Auch die enorme Energie, die die Band auf der Bühne erzeugte, sowie das charismatische Auftreten von David Lee Roth, machten die Support-Group zu einem heißen Thema in den Musikkreisen. Oft wird diese Tour als endgültiger Durchbruch von Van Halen angesehen und zeigt eindeutig, wie Supporting-Acts selbst Rocklegenden übertreffen können.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Led Zeppelin für Iron Butterfly (1969)

Dank ihres gigantischen Hits “In-A-Gadda-Da-Vida” waren Iron Butterfly in den späten 60ern eine der erfolgreichsten Rockbands der USA. Für ihre anstehende Tour engagierten sie eine kraftvolle, jedoch noch weitgehend unbekannte Gruppe als Opening-Act: Led Zeppelin. Schnell entwickelte sich die Band mit ihrer enormen Bühnenpräsenz und Hits wie “Dazed and Confused” und “Communication Breakdown” zu einem Highlight der gesamten Tour.

Mit der Zeit hatten zahlreiche Fans das Gefühl, dass Led Zeppelin die wahren Stars der Show waren. Bei einem Auftritt im Fillmore East spielte die Band gleich zwei Encores, während das Publikum weiter “Zeppelin! Zeppelin! Zeppelin!” rief. Als die Tour schließlich New York erreichte, entschied sich das Management schließlich dazu, die Reißleine zu ziehen. Der Opener war einfach zu mächtig. Anschließend trennten sich die Wege von Iron Butterfly und der britischen Hardrock-Band, wobei Led Zeppelin schnell zum Headline-Status aufstiegen und selbst die Welt tourten.

© Wikimedia Commons: Atlantic Records

AC/DC für Aerosmith (1978)

In den 1970ern entwickelten sich Aerosmith allmählich zu einer der größten Hardrock-Bands aller Zeiten. Als die Band 1978 durch die Vereinigten Staaten tourte, entschied man sich für AC/DC als Vorband für die Rock-Giganten. AC/DC, als junge Band aus Australien, war zu dieser Zeit noch dabei, sich in der Rockwelt zu etablieren. Doch während Aerosmith bereits mit inneren Spannungen und Drogenproblemen kämpfte, bewies sich AC/DC als aufgeladene und vielversprechende Rockgruppe.

Besonders durch Bon Scott als Frontmann und die rohe Energie von Angus Young auf der Gitarre, überzeugten sie das Publikum Abend für Abend. Schon nach wenigen Konzerten etablierte sich AC/DC als ein Highlight der Tour, wobei Besucher angeblich anfingen, bereits nach der Vorband nach hause zu gehen, ohne Aerosmith überhaupt zu hören. Joe Perry und Steven Tyler erklärten später, dass sie durch das gemeinsame Touren viel Respekt vor den australischen Rockern hätten. In den folgenden Jahren würden AC/DC mit Alben wie “Highway to Hell” und “Back in Black” selbst Rockgeschichte schreiben und das Genre nachhaltig verändern. Dabei trafen sich die Wege der beiden Bands immer wieder und 2003 wurde AC/DC sogar von Steven Tyler in die Rock-‘n’-Roll-Hall-of-Fame eingeführt.

Sie sehen gerade einen Platzhalterinhalt von YouTube. Um auf den eigentlichen Inhalt zuzugreifen, klicken Sie auf die Schaltfläche unten. Bitte beachten Sie, dass dabei Daten an Drittanbieter weitergegeben werden.

Mehr Informationen

Wie sich zeigt, ist es gar nicht so unüblich, dass die Vorbands ihren Headliner übertreffen. Daher die Frage: Welche anderen berühmten Opening-Acts stellten den Headliner in den Schatten?

Hot or Not
?
Beste-Vorbands Bild

Wie heiß findest Du diesen Artikel?

Kommentieren
Schreibe den ersten Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.
Bonedo YouTube
  • How Yamaha Entertainer Keyboards evolved: From First Models to Modern Legends
  • ESI-Audio - Xsynth-Update & Fairlight CMI mini | SUPERBOOTH 26
  • Pearl 13" x 7" Primal Snare Collective | Comparison #pearldrums #snare #snarecomparison