Playfair Audio Body Test

Kompression ist beim modernen Mixing eines der wichtigsten Tools, um den gewünschten Sound zu erzielen – egal ob auf einzelnen Spuren oder auf dem Stereo-Bus. Plugins dazu gibt es viele, doch selten kommt ein Hersteller mit einer neuen Idee daher. Das ändert sich jetzt mit Playfair Audio Body.

Playfair Audio Body Plugin Test Bedienoberfläche
Unser Fazit:
5 / 5
Pro
  • Neue Art dynamischer Bearbeitung 
  • Sehr intuitiver Workflow
  • Source Learn
Contra
Artikelbild
Playfair Audio Body Test

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DETAILS & PRAXIS

Freeware hat manchmal ihren Preis

Body ist kostenlos, für den Newsletter des Herstellers musst du dich aber schon auf dessen Homepage anmelden. Ist das erledigt, findest du die Download-Links im Mail-Postfach. Das Plugin unterstützt Windows 10 und später sowie macOS 10.13 und, außerdem gibt’s Body in den Formaten VST3, AU und AAX.   

(Fast) Neuer Ansatz für Kompression

Playfair Audio Body ist ein Kompressor-Tool mit neuem Ansatz – zumindest, wenn man Roger Nichols Plugin „Dynam-izer“ ausklammert, das es bereits vor 20 Jahren gab. Im Wesentlichen übernimmt Body die Idee der Multiband-Kompression und überträgt sie auf unterschiedliche dynamische Levels. 

Kompression mal ganz anders mit Playfair Audio Body.
Das GUI von Body wird von den beiden Histogrammen bestimmt.

Bei Body gibt keinen einzelnen Threshold, stattdessen wird der Schwellwert als dynamischer Bereich festgelegt, den ihr über den roten und gelben Slider einstellen könnt. Dadurch kann man also nicht nur das komplette Signal anhand seiner Peaks mit Kompression oder Expansion bearbeiten, sondern auch die Dynamik leiserer Bereiche gezielt beeinflussen.    

Die beiden Histogramm-Displays visualisieren die Dynamik von Quelle und Ziel und erlauben so das zielgenaue Eingreifen ins Signal. „Body“ bezeichnet dabei die Ratio der Kompression. Per Funktion „Source Learn“ nimmt das Plugin diese Einstellungen auf Wunsch auch automatisch vor. Aktivieren könnt ihr sie über das Zauberstabsymbol.                 

Mit Body zu ungeahnten dynamischen Effekten

Wir testen Body mit einem Drum-Loop aus dem Pasadena-Pack, das es über den All Access Pass bei Slate Digital gibt. Die Clap und andere Elemente des Beats sind hier im Vergleich zur Kick allerdings etwas zu leise und genau für solche Fälle wurde das Plugin ja programmiert.

Zuerst nutze ich die Analysefunktion und lasse Body alle Einstellungen selbst treffen. So wirkt der Loop ausgeglichener aber auch tighter, da beispielweise die Hallfahne der Clap eingegrenzt wird. Versuch 2 findet manuell statt und resultiert in einer Art Gate-Effekt. Versuch 3 rückt die Percussion samt Effekten dagegen massiv in den Vordergrund.    

Audio Samples
0:00
01 Drum-Loop clean 02 Drum-Loop mit Body 1 03 Drum-Loop mit Body 2 04 Drum-Loop mit Body 3

FAZIT

Playfair Audio Body verspricht tatsächlich nicht zu viel. Das Kompressor-Plugin eröffnet ungeahnte Möglichkeiten im Umgang mit der Signaldynamik und dürfte besonders fürs Mastering und all diejenigen interessant sein, die viel mit 2-Tracks zu tun haben. Natürlich braucht die Einarbeitung in das Plugin etwas Zeit. Hat man die aber erst einmal investiert, ist die Arbeit mit Kompression wahrscheinlich so intuitiv wie noch nie zuvor. Hoffentlich gibt es nach Body bald wieder neue Freeware von Playfair Audio.

Features

  • One-Knob-Workflow
  • Dynamischer Bereich wird durch zwei Schwellwerte bestimmt
  • Zwei Histogramm-Displays
  • Body-Wert steht über Kompressionsverhältnis
  • Gain-Regler
  • Source Learn
  • Skalierbares GUI
  • Ab Windows 10 und macOS 10.13  
  • Erhältliche Formate: VST3, AU und AAX
  • WEBSEITE: playfair-audio.com/body/
  • PREISE: Playfair Audio Body ist kostenlos
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