Nach mehreren Jahren ist die Entwicklungzeit des Phase8 Acoustic Synthesizers endlich abgeschlossen und das Instrument ab sofort erhältlich.


- Wann wurde die Phase8 zum ersten Mal vorgestellt?
- Was ist der Korg Phase8?
- Wie funktioniert die Klangerzeugung des Phase8?
- Warum soll man den Phase 8 unbedingt berühren?
- Wie wirken die Envelopes auf die Resonatoren des Phase8?
- Wozu ist der AIR-Slider des Phase8 da?
- Was kann man mit den Stahlresonatoren des Phase8 machen?
- Hat der Phase8 einen Sequenzer?
- Können Funktionen des Phase8 automatisiert werden?
- Die Anschlüsse des Phase8
- Preis und Verfügbarkeit
- Korg Phase8 Limited Edition: Features
- Links
Wann wurde die Phase8 zum ersten Mal vorgestellt?
Korg stellte den Phase8 auf der Superbooth 23 zum ersten Mal vor. Regelmäßig informierte Korg über den Fortschritt des Geräts. Nun ist der Acoustic Synthesizer endlich erhältlich.
Was ist der Korg Phase8?
Korg teilt mit, dass es sich beim Phase8 um einen achtstimmigen akustischen Synthesizer handelt, der mit einer elektronischen Steuerung und Modulationsmöglichkeiten ausgestattet wurde. Das Spannendste ist: Er verfügt über acht unabhängige elektromechanische Stimmen, die auf austauschbare und stimmbare Metallresonatoren basieren. Mit seinen acht Stimmen ist der Phase8 in der Lage, Akkorde, polyphone Sequenzen und rhythmische komplexe Strukturen zu erzeugen.

Wie funktioniert die Klangerzeugung des Phase8?
Grundlage ist die von Korg entwickelte Acoustic Synthesis Technologie. Diese Technologie nutzt reale Schwingungen als Klangquelle und verbindet sie mit elektronischer Kontrolle. Der Phase8 verfügt über acht Stimmen. Jede Stimme wurde mit einem Stahlresonator ausgestattet. Dieser Resonator wird mechanisch in Schwingung versetzt und dient als primäre Klangquelle. Diese physische Schwingung bestimmt Ansprache, Ausschwingverhalten und Dynamik.
Die elektronische Steuerung moduliert die Schwingung der Resonatoren. Sie beeinflusst Lautstärkeverläufe, zeitliche Abläufe und Modulationen. Da keine klassischen Oszillatoren eingesetzt werden, bleibt der Klang eng an das physische Verhalten des Resonators gekoppelt. Jede Stimme reagiert auf Berührung und auf akustisches Feedback. Dadurch entsteht ein variables Klangverhalten, das sich je nach Spielweise verändert. Im Vergleich mit einem Synthesizer beeinflussen die mechanischen Komponenten den Klang also deutlich, was man eigentlich nur von akustischen Instrumenten kennt. Der Klang kann mithilfe von Envelope Shaping, Sequencing, Analogue Wavefolding und Pitch Dependent Modulation elektronisch gestaltet werden.
Warum soll man den Phase 8 unbedingt berühren?
Man sollte die Resonatoren berühren, weil dies die Dämpfung und die Resonanz verändert. Zupfen erzeugt Transienten und Anschlagen führt zu perkussiven Impulsen. Streichen erzeugt anhaltende Klangtexturen. Pianisten manipulieren die Saiten ihres Instruments gerne mit Gegenständen, wozu sich der Phase 8 auch eignet. Der AIR Slider verstärkt oder reduziert diese akustischen Reaktionen.

Wie wirken die Envelopes auf die Resonatoren des Phase8?
Die Envelope-Steuerung beeinflusst den Klangverlauf, wie man es von einem Synthesizer gewohnt ist. Kurze Hüllkurven regen den Resonator nur kurz an und erzeugen perkussive, impulsartige Klänge. Längere Hüllkurven halten die Schwingung länger aufrecht und führen zu Sustain-Klängen.
Zur Modulation stehen drei Amplitudenmodi bereit. Amplitudenmodulation verändert die Lautstärke oder Energie eines Klangs über die Zeit. Tremolo erzeugt regelmäßige Lautstärkeschwankungen und verleiht dem Klang pulsierende Bewegung. Zwei Audio-Rate-Modulationen arbeiten im hörbaren Frequenzbereich. Sie greifen direkt in das Klangspektrum ein und erzeugen komplexe Obertonstrukturen. Alle Modulationen reagieren auf die gespielte Tonhöhe. Eine Modulationsart lässt sich harmonisch quantisieren, sodass Modulationsbewegungen in musikalisch passenden Intervallen bleiben.
Das Trigger-Delay verzögert den Auslösezeitpunkt eines Klangs. Zusätzlich lassen sich Trigger synchronisieren, sodass sie an ein internes oder externes Tempo gekoppelt sind.

Wozu ist der AIR-Slider des Phase8 da?
Auf dem Instrument findet sich der AIR-Slider, mit dem der Anteil akustischer Rückkopplung eingestellt wird. Es lässt sich steuern, wie stark Berührung, Umgebung und zusätzliche Objekte auf den Klang wirken.
Was kann man mit den Stahlresonatoren des Phase8 machen?
Zum Lieferumfang gehören dreizehn chromatisch gestimmte Stahlresonatoren. Acht Resonatoren lassen sich gleichzeitig einsetzen. Durch den Wechsel lassen sich unterschiedliche Tonanordnungen und Klangcharaktere realisieren. Zusätzlich sind die Resonatoren stimmbar. Dadurch können sie z. B. an Skalen angepasst werden.

Hat der Phase8 einen Sequenzer?
Der Phase8 verfügt über einen polymetrischen Rhythmus-Sequencer, mit dem man mehrere rhythmische Zyklen mit unterschiedlichen Längen gleichzeitig erzeugen kann. Der Sequencer nutzt Steps zur Programmierung und alternativ lassen sich Sequenzen auch live und ohne Quantisierung aufnehmen.Step-Skip erlaubt es, einzelne Steps auszulassen. Es können acht Sequenzen gespeichert werden. Der iSequencer kann Noten an externe MIDI-Instrumente senden.
Können Funktionen des Phase8 automatisiert werden?
Automation wird über eine Record-Funktion aufgezeichnet. Reglerbewegungen werden während des Spielens gespeichert und innerhalb von Sequenzen wiedergegeben.
Die Anschlüsse des Phase8
MIDI-DIN (TRS A IN/OUT) und USB MIDI ist vorhanden. CV erlaubt den Anschluss an modulare Systeme. Tempo-Synchronisation ist über MIDI, USB MIDI oder Sync möglich. USB-C dient auch für Firmware-Updates. Ein Line-Ausgang und Kopfhörerausgang sind vorhanden.

Preis und Verfügbarkeit
Der Korg Phase8 Acoustic Synthesizer ist für 969,00 Euro erhältlich.

Korg Phase8 Limited Edition: Features
- Korg Phase8 Limited Edition
- elektro-mechanische Klangsynthese
- 8-stimmig Polyphon
- 8 austauschbare Metallresonatoren, davon 3 in limitierter Stückzahl bei KORG Berlin gefertigt
- Envelope Shaping, Wavefolding, Tremolo und tonhöhenabhängige Modulationen im Audiobereich
- intuitive Klangveränderungen durch physische Interaktion mit den Resonatoren
- integrierter Sequenzer mit 8 Stimmen, 8 Steps und 8 Speicherslots
- „Air“-Slider zum Verstärken oder Abschwächen der akustischen Ansprache auf externe Objekte bei Berührung mit dem Instrument
- „Shift“-Regler zum Verzögern der Trigger-Signale relativ zum gewählten oder synchronisierten Tempo
- Parameteränderungen im Sequenzer aufnehmbar
- inkl. externes Netzteil DC 12V und Innensechskantschlüssel
- Anschlüsse: Line Ausgang 6.3 mm Klinke, Stereo Kopfhörerausgang 3.5 mm Miniklinke, Sync Ein- und Ausgang, CV Eingang +/- 5 Volt, MIDI Ein- und Ausgang Miniklinke TRS-A, USB-C für USB-MIDI und Firmware-Updates
- Abmessungen 231 x 236.5 x 46 mm B x T x H
- Gewicht 1.71 kg























