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Happy Birthday Phil Collins – der singende Drummer wird 75!

Am 30. Januar feiert Phil Collins seinen 75. Geburtstag. Seine großen Hits aus den 1980er- und 1990er-Jahren kennt wohl jeder, aber nicht alle wissen, dass Phil neben seiner Solokarriere und der langjährigen Mitgliedschaft bei Genesis für unzählige andere Künstler getrommelt hat und auch eine zweite Band hatte, in der er seine Virtuosität am Instrument voll ausleben konnte. So erscheint es auch nicht verwunderlich, dass sich Phil Collins niemals als trommelnden Sänger, sondern stets als singenden Schlagzeuger bezeichnet hat. Anlässlich seines Geburtstags werfen wir hier einen Blick auf seine rund 50-jährige Karriere.

Phil Collins wird 75
Credit: Simon Robinson / Easy On The Eye / Alamy Stock Photo

Eine Zeitungsannonce brachte ihn zu Genesis

Phil Collins wurde am 30. Januar 1951 in London geboren und begann als Fünfjähriger mit dem Schlagzeugspielen. Nachdem er in seinen Teenagerjahren in verschiedenen Bands spielte, erlebte er seinen musikalischen Schlüsselmoment im Jahr 1970, als die Band Genesis, die gerade an ihrem zweiten Album arbeitete, per Zeitungsannonce einen „für akustische Musik empfindsamen Schlagzeuger“ suchte. Phil meldete sich zur Audition an, die im Haus des damaligen Sängers Peter Gabriel stattfand und bekam den Zuschlag. Sein Debüt als Drummer gab er auf dem 1971er-Album „Nursery Cryme“.

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Genesis live 1974

1976 ging es vom Drumset ans Mikrofon

Im Jahr 1974 veröffentlichten Genesis mit dem Konzeptalbum „The Lamb Lies Down On Broadway ihren sechsten Longplayer, der zum Kultalbum avancierte, aber gleichzeitig das Ende von Peter Gabriels Zeit bei Genesis markierte. Statt sich auf die Suche nach einem neuen Sänger zu begeben, fragte die Band ihren Drummer, ob er künftig nicht auch die Gesangsparts übernehmen könne. Schließlich hatte Collins bereits auf vereinzelten Genesis-Songs den Hauptgesang beigesteuert und damit bewiesen, dass er dieser Aufgabe absolut gewachsen war. Collins sagte zu und war ab dem 1976er-Album „A Trick Of The Tail“ Leadsänger und Drummer in Personalunion. Für die Live-Performance holten sich Genesis allerdings mit Chester Thompson einen zweiten Schlagzeuger an Bord, sodass Phil – dessen Drumset stets aufgebaut war – während der Konzerte entweder vorne am Mikrofon stand oder, mal mit, mal ohne Gesang, am Drumset saß und häufig mit Thompson zusammen trommelte. Auch ein Drumduett war fester Bestandteil der Shows.

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Genesis live 1976

Zeitgleich mit seinem Debüt als Genesis-Sänger trat Phil Collins übrigens auch auf dem ersten Album seiner Zweitband Brand X in Erscheinung. Mit dieser Band frönte er seiner Leidenschaft für Jazzrock. Bis 1982 folgten noch vier weitere Brand X-Alben mit Collins an den Drums.

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Brand X „And So To F“ live 1979

Phil Collins’ zweite Karriere begann 1981

1977 trennten sich Genesis von ihrem langjährigen Gitarristen Steve Hackett und versahen ihr folgendes Album mit dem passenden Titel „And Then There Were Three“. Der Trennung von Hackett folgte eine weitere: In Phil Collins’ Ehe begann es ernsthaft zu kriseln, und die Versuche, die Beziehung zu retten, führten zu einer Zwangspause. Während dieser Zeit verarbeitete Phil Collins seine persönlichen Erfahrungen in seinen Songs, von denen viele auf seinem 1981er Solodebüt „Face Value“ landeten. Das Album wurde, vor allem wegen des Megahits „In The Air Tonight“, zu einem Riesenerfolg und legte den Grundstein für Phils Solokarriere, die übrigens nichts daran änderte, dass er weiterhin Sänger und Schlagzeuger bei Genesis war.

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Phil Collins „In The Air Tonight“ live 1982

In den Achtzigern wurde Phil Collins zum Superstar

In den 1980er-Jahren avancierte Phil Collins zum Megastar und auch Genesis, die sich mit dem 1981er-Album „Abacab“ vom pompösen 1970er-Jahre Sound abwandten, feierten weiterhin große Erfolge. Zudem war Collins auch als Gastdrummer für Stars wie Robert Plant, Eric Clapton oder Tina Turner heiß begehrt. Mit Robert Plant teilte er sich übrigens auch im Jahr 1985 auf dem Live-Aid-Event in Philadelphia die Bühne. Anlass war, fünf Jahre nach dem Tod von John Bonham, eine Led-Zeppelin-Reunion, die allerdings aufgrund technischer Probleme und mangelhafter Vorbereitung seitens Phil Collins zum Desaster wurde. Zudem war Collins – der übrigens bei dem Gig im Duett mit Tony Thompson (Chic / Power Station) spielte – wohl auch einfach übermüdet… er trat nämlich nur Stunden vorher bei der Parallelveranstaltung in London auf und flog mit der Concorde in die USA, wo er vor dem Zeppelin-Auftritt auch noch mit Eric Clapton auf der Bühne stand.

Zurück in die Vergangenheit

Die Erfolgsjahre von Genesis reichten mit Hits wie „Jesus He Knows Me“ oder „I Can’t Dance“ bis in die 90er-Jahre und ebbten erst ab, als Phil Collins im Jahr 1996 die Band verließ. Danach widmete er sich unter anderem seiner Vorliebe für Jazz und gründete eine Big Band unter seinem Namen. Die ganz große Erfolgswelle war zwar vorbei, aber mit „You’ll Be In My Heart“ aus dem Tarzan-Film gab es im Jahr 2000 nochmal einen großen Hit. Auch für sein letztes Album „Going Back“ von 2010 richtete Phil Collins seinen Blick noch einmal in die Vergangenheit und coverte viele Hits der 1960er- und 70er-Jahre wie „Papa Was A Rolling Stone“ oder „Going To A Go-Go“.

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Phil Collins Big Band „Pick Up The Pieces“ live 1982

Nach der großen Genesis-Reunion endete Phil Collins’ Karriere

Nachdem sich Phil Collins nach seinem letzten Album für einige Jahre aus der Öffentlichkeit verabschiedet hatte, gab es mit der „Not Dead Yet“-Tour 2017 bis 2019 und der Genesis-Reunion im Jahr 2020 mit anschließender Tour nochmal zwei Überraschungen. Allerdings konnte man Collins hier nicht mehr am Drumset erleben. Ein heftiges Rückenleiden hatte ihm im Laufe der Jahre so zugesetzt, dass er den Platz am Schlagzeug seinem Sohn Nicholas „Nic“ Collins überließ, der übrigens einen hervorragenden Job machte und – wie viele Jahre zuvor auch sein Vater – hinter einem weißen Gretsch-Kit mit Concert Toms saß. Mit dieser Tour beendete Phil Collins seine Karriere und lebt seitdem zurückgezogen am Genfer See in der Schweiz.

Phil Collins wird 75
Credit: Photo by Adela Loconte/Shutterstock (12632542ad)
Phil Collins and Nic Collins of Genesis perform during The Last Domino? Tour at Madison Square Garden, in New York City
Genesis in concert at Madison Square Garden, New York, USA – 05 Dec 2021

Phils Equipment

In den 1970er-Jahren benutzte Phil Collins recht konventionell konfigurierte Drumkits von Gretsch oder Premier, die er mit Paiste- und Zildjian-Becken kombinierte. Als Snare kam häufig eine 14“ x 6,5“ Ludwig Super Sensitive zum Einsatz. Ende der 1970er begann die „Concert-Tom-Ära“, die seinen Sound für die folgenden Jahrzehnte entscheidend prägen sollte. Phil benutzte von nun an bei seinen Kits, darunter zwischen 1980 und 1983 auch ein Pearl, eine Reihe von bis zu sechs Concert Toms in Größen von 8 bis 18 Zoll. Der knallige Sound der Single Headed Toms, gepaart mit einem Gated Reverb, wurde zu Phil Collins’ Trademark, zu hören auf Songs wie „In The Air Tonight“ oder „I Don’t Care Anymore“. Ab etwa 1983 spielte er ausschließlich Gretsch Drums und Sabian Cymbals.

Die Snare war anfangs eine 14“ x 8“ Gretsch Holzsnare und ab etwa 1990 eine Noble & Cooley mit einem 14“x 3 7/8“ Maple Solid Shell. Sabian widmete ihm mit dem 21“ HH Raw Bell Dry Ride sogar ein Signature-Modell. Eine Konstante in seinem Setup war übrigens ein altes Ludwig Speed King Bassdrum-Pedal, welches er fast während seiner gesamten Karriere benutzte, und auch dem Beyerdynamic M88 Gesangsmikrofon blieb er für lange Zeit treu. Viele Infos zu Phil Collins’ Drumkits gibt es in dieser Drumeo-Doku, für die er zusammen mit seinem Sohn vor der Kamera saß.

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