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Roger Waters mit bewegender neuen Version von ‘Comfortably Numb’

Endlich gibt es wieder musikalische Schlagzeilen zu Roger Waters. Das Pink Floyd-Gründungsmitglied hat eine eigene Version des Klassikers aufgenommen, welche damals auf ‘The Wall’ erschienen ist.

© Shutterstock / Von: Taya Ovod

Für viele ist es die tägliche Realität, für andere die große Angst und für die meisten wohl nur der Titel eines der größten Pink Floyd Klassikers. ‘Comfortably Numb’ beschreibt unseren Umgang mit Leid, mit Lebendigkeit und wie wir Fühlen. Gehe ich jedem Risiko aus dem Weg? Betäube ich meinen emotionalen oder physischen Schmerz mit Ablenkung und Medikation? Oder sehe ich das Leben da draußen, dem ich mich stelle und mich lieber verletzen lasse, als jegliches Gefühl zu verlieren?

Die Entscheidung ob ich lieber angenehm betäubt lebe oder couragiert handle, mit dem Risiko verletzt zu werden, wird jeden Tag aufs neue entschieden. Und diese Courage wird trotz möglicher Konsequenzen belohnt. Die Abwesenheit von Schmerz ist kein Glück. Genau diese Botschaft teilte Waters, der die Lyrics zu ‘Comfortably Numb’ schrieb, der Welt mit. Der Song hat einen kuriosen Hintergrund, der nicht ganz so philosophisch wirkt.

Vor einem Auftritt in Philadelphia verspürte Waters starke Magenschmerzen, weshalb ihm ein Arzt ein Beruhigungsmittel verabreichte. Als er dann auf der Bühne stand, waren seine Hände taub und seine Sicht verschwommen. ‘My hands felt just like two balloons. Now I’ve got that feeling once again. I can’t explain you would not understand. This is not how I am’, heißt es in der Passage im Lied. Das Publikum ließ sich davon nicht beirren und tanzte und sang weiter. Daraus entwickelte sich eines der Hauptthemen von The Wall: die Trennung zwischen Publikum und Band.

‘Comfortably Numb’ für Tour neu aufgenommen

Das Stück, das ursprünglich auf dem Pink Floyd-Album ‘The Wall’ aus dem Jahr 1980 erschienen ist, wurde von Waters zum Auftakt seiner aktuellen ‘This is Not A Drill’-Tournee neu aufgenommen. Die neue Version verzichtet auf David Gilmours berühmte Gitarrensoli aus dem Original und wird von Gus Seyffert (Bass, Synthesizer, Perkussion, Gesang), Joey Waronker (Schlagzeug), Dave Kilminster (Gesang), Jonathan Wilson (Harmonium, Synthesizer, Gitarre und Gesang), Jon Carin (Synthesizer, Gesang), Shanay Johnson (Gesang), Amanda Belair (Gesang), Robert Walter (Orgel/Piano) und Nigel Godrich (Streicher, Verstärker und Hintergrundgesang) an der Seite von Waters gespielt. Das Musikvideo wurde von Sean Evans produziert und gedreht.

“Während des Lockdowns machte ich ein Demo einer neuen Version von Comfortably Numb als Opener für unsere neue Show This Is Not A Drill”, erklärt Waters. “Ich habe es eine ganze Stufe tiefer gelegt, in a-Moll, um es dunkler zu machen, und es ohne Soli arrangiert, außer über der Outro-Akkordfolge, wo es ein herzzerreißend schönes weibliches Gesangssolo von Shanay Johnson, einer unserer neuen Sängerinnen, gibt.”

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Waters spielt fünf Konzerte in Deutschland

Mit seiner ‘This is Not A Drill’-Tournee wird Waters 2023 auch in Deutschland Konzerte spielen. Geplant sind Auftritte in Hamburg (7. Mai), Köln (9. Mai), Berlin (17. Mai), München (21. Mai) und Frankfurt (28. Mai). Aufgrund seiner wiederholt als antisemitisch bewerteten Aussagen gab es Kritik an der Durchführung der Konzerte. Der hessische Antisemitismusbeauftragte Uwe Becker sagte, dass Waters „mit zunehmender Aggressivität“ für die antisemitische Boykottbewegung BDS eintrete. Diese habe das Ziel den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch zu isolieren. Nach aktuellem Stand sollen die Konzerte aufgrund der bestehenden Verträge stattfinden. Seine Konzerte in Polen wurden jedoch abgesagt, weshalb Waters von ‘drakonischer Zensur’ sprach.

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von Mathias Walter

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Profilbild von Teddy Schuh

Teddy Schuh sagt:

#1 - 25.11.2022 um 09:53 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Gegen den Staat Israel zu sein. Ist kein Antisemitismus. Für mich ist es Antikapitalismus. Ich mag jüdische Kultur...

Profilbild von BadTicket

BadTicket sagt:

#2 - 27.11.2022 um 21:06 Uhr

Empfehlungen Icon 0

Für Israel ist alles was gegen den eigenen Staat ist, antisemitisch. Damit schaffen die sich eine Schutzmauer um jede Kritik sofort als Antisemitismus zu bezeichnen, auch wenn es gar nichts damit zu tun hat.

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